Der Knobelberg ist ein hoher Berg des westlichen Grazer Berglands in der Steiermark in Österreich.
Lage und Umgebung Der Berg erhebt sich in den Gemeindegebieten von Bärnbach und Köflach im Bezirk Voitsberg. Nahe Gipfel bilden der hohe Hochkogel im Osten und der hohe Zigöllerkogel im Südwesten. Die gleichnamige Siedlung Knobelberg am Südosthang ist der Ortschaft Piber zugehörig, die Einzellagen Bärnbacher, Fößl, Gart, Kern und Sommerhuber am Knobelberg gehören zur Ortschaft Piberegg.
Der Knobelberg liegt in den Einzugsgebieten des Freisingbachs, des Knobelbachs und des Kohlbachs. Der Knobelbach und der Kohlbach sind Nebenbäche des Gailbachs. Letzterer mündet ebenso wie der Freisingbach in die Kainach.
Geologie In geologischer Hinsicht befindet sich der Berg in einem von kalkalpinen Sedimenten geprägten Gebiet. Dieses ist Teil des oberostalpinen Decken-Stockwerks.
Fauna und Flora Der Knobelberg ist ein Lebensraum für den Buchfink (Fringilla coelebs), die Elster (Pica pica) und die Amsel (Turdus merula). Zudem wurden der Feuersalamander (Salamandra salamandra) und die Wirtelschnecke (Aegopis verticillus) gefunden. Zu den beobachteten Schmetterlingen zählen folgende Arten: das Tagpfauenauge (Aglais io), das Landkärtchen (Araschnia levana), der Russische Bär (Euplagia quadripunctaria), der Große Feuerfalter (Lycaena dispar), das Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum), der Wachtelweizen-Scheckenfalter (Melitaea athalia) und der Rapsweißling (Pieris napi). Weitere identifizierte Insektenarten sind die Dunkle Erdhummel (Bombus terrestris), der Rote Weichkäfer (Rhagonycha fulva) und die Große Schiefkopfschrecke (Ruspolia nitidula).
Der Gipfelbereich des Knobelbergs sowie seine nördlichen und westlichen Hänge sind bewaldet. Am Berg wurde im Jahr 2024 Grannen-Schildfarn (Polystichum setiferum) gefunden. Es handelte sich um das bisher nordwestlichste Vorkommen in der Steiermark. Unter den weiteren Pflanzen am Knobelberg finden sich folgende Arten:
Bekannte Pilzarten am Berg sind der Knopfstielige Rübling (Collybiopsis confluens) und der Birken-Blättling (Trametes betulina).
Erschließung Der Knobelberg ist durch öffentliche Straßen erschlossen. Zwei Forststraßen führen bis knapp unter den Gipfel. Über den Berg verläuft der Wanderweg 81, der im Tal beim Schloss Alt-Kainach beginnt und der von der Ortsgruppe Bärnbach der Naturfreunde betreut wird.
Geschichte Eine an den Berg angebaute Hube, die im Volksmund „Satzberger Keusche“ hieß, brannte am 1. Juli 1935 bis auf die Grundmauern nieder. Sie hatte aus einem Wohnhaus und einem Wirtschaftsgebäude bestanden.
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Einzelnachweise
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