Komprimierter Kohlendioxid-Energiespeicher (englisch compressed carbon dioxide energy storage, auch CO₂-Batterie) ist ein Verfahren zur netzgebundenen Speicherung elektrischer Energie. Dabei wird Energie über einen geschlossenen thermodynamischen Kreisprozess in verdichtetem Kohlendioxid (CO₂) zwischengespeichert, das sich unter Druck bereits bei Umgebungstemperatur verflüssigen lässt. Das Verfahren zählt zu den thermo-mechanischen Langzeitspeichern für Strom aus erneuerbaren Energien.

Funktionsprinzip In einem geschlossenen Kreislauf wechselt dieselbe Menge Kohlendioxid zwischen einem gasförmigen und einem flüssigen Zustand, ohne dass Kohlendioxid mit der Umgebung ausgetauscht wird. Beim Laden verdichtet ein Verdichter das bei Umgebungsdruck in einer flexiblen Hülle gespeicherte Gas auf hohen Druck. Die dabei entstehende Kompressionswärme wird in einem Wärmespeicher gespeichert. Unterhalb der kritischen Temperatur von 31,0 °C verflüssigt sich das Kohlendioxid und wird in Druckbehältern gelagert.

Zur Rückverstromung wird das flüssige Kohlendioxid mithilfe der zuvor gespeicherten Wärme wieder verdampft und auf hohen Druck gebracht. Das expandierende Gas treibt über eine Turbine einen Generator an. Anschließend strömt das entspannte Kohlendioxid in die flexible Hülle zurück, wodurch sich der Kreislauf schließt.

Anwendung Die Technologie wird seit 2019 vom italienischen Unternehmen Energy Dome entwickelt. Die erste Demonstrationsanlage ging 2022 im sardischen Ottana in Betrieb. 2025 folgte dort die erste Anlage im kommerziellen Maßstab mit einer Leistung von 20 MW und einer Speicherkapazität von 200 MWh. Weitere Anlagen befinden sich unter anderem in den Vereinigten Staaten, Indien, Australien und Irland in Planung oder im Bau.

Siehe auch Energiespeicher

Einzelnachweise

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