Trebegotz war eine mittelalterliche Siedlung nordnordwestlich von Werder (Havel).Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil V: Zauch-Belzig. Erstauflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992. (Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-82-2, S. 431) Die ehemalige Dorfstelle liegt im Landkreis Potsdam-Mittelmark in Brandenburg.
Lage Die Feldmark lag nördlich von Schmergow am Ostabfall des Trebelberges unweit des Trebelsees. Auf die ehemalige Siedlung weisen die Flurnamen Trebel-Berg und Trebelsee hin. Slawische und frühdeutsche Funde belegen eine mittelalterliche Besiedlung des Bereichs.
Geschichte 1305 wurde der Ort erstmals als curia Trebegoz erwähnt. Im Landbuch Karls IV. von 1375 erscheinen die Formen Curia Trebutz und prope curiam Trebegotz. Weitere Nennungen sind 1450 als Tarbow sowie 1455 als Trebegotz überliefert. Der Ortsname geht auf den slawischen Personennamen Trebegost zurück und bedeutet „Siedlung eines Mannes namens Trebegost“Reinhard E. Fischer: Die Ortsnamen der Länder Brandenburg und Berlin, Band 13 der Brandenburgischen Historischen Studien im Auftrag der Brandenburgischen Historischen Kommission, be.bra wissenschaft verlag, Berlin-Brandenburg 2005, S. 170, ISBN 3-937233-17-2.. Bis 1305 gehörte Trebegotz dem Markgrafen. In diesem Jahr gelangte der Ort zusammen mit Schmergow an das Kloster Lehnin. Nach der Säkularisation des Klosters wurde die Feldmark 1542 Bestandteil des Amtes Lehnin, zu dem sie bis 1872 gehörte.
1305 wird Trebegotz nicht als Dorf, sondern als Hof (curia) bezeichnet. 1375 werden ebenfalls ein Hof und ein Wehr erwähnt. 1450 umfasste die Feldmark sechs Hufen und drei Fischereien. Wahrscheinlich wurde Trebegotz bereits früh mit Schmergow vereinigt. Eine genaue Zeit dieser Eingliederung ist nicht überliefert. Ob der Hof 1375 und 1450 noch besetzt war, lässt sich aus den überlieferten Quellen nicht sicher feststellen.
Literatur Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil V: Zauch-Belzig. Erstauflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992. (Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-82-2, S. 431)
Einzelnachweise
Kategorie:Wüstung im Landkreis Potsdam-Mittelmark Kategorie:Ersterwähnung 1305 Kategorie:Geographie (Werder (Havel))