Stefan Rudyk (* 27. Dezember 1891 in Majdan Lipowiecki, Königreich Galizien und Lodomerien, Österreich-Ungarn als Stepan Rudyk; † 26. März 1969 in Warschau, VR Polen) war ein polnisch-orthodoxer Geistlicher und von 1965 bis 1969 Metropolit von Warschau und ganz Polen der Polnisch-Orthodoxen Kirche.

Leben Rudyk wurde in eine griechisch-katholische Familie geboren, die später zur Orthodoxie konvertierte. Sein Vater Pjotr war sehr russlandfreundlich gesinnt und starb während des Ersten Weltkrieges im Interniertenlager Thalerhof bei Graz. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Lemberg trat Rudyik in das Geistliche Seminar in Luzk ein, das er 1915 abschloss. Im selben Jahr wurde Rudyk Vikar in der Ortschaft Nowiny. Im Jahr 1922 trat Rudyk den Polnischen Streitkräften bei und tat dort Dienst als orthodoxer Feldkaplan. Von 1927 bis 1936 war er als Priester in Katowice eingesetzt. Während des Überfalles auf Polen floh er über die Grenze nach Rumänien und wurde in Călimănești interniert. Im Februar 1941 kam Rudyk nach Dorsten, wo er als Vikar wirkte. Im Oktober 1943 kam er in die besetzte Stadt Łódź und wurde zum Archimandriten geweiht. 1952 wurde Rudyk durch den Warschauer Metropoliten Makari zum ersten orthodoxen Bischof von Breslau und Stettin geweiht. Sein Amtsbereich wurde jedoch ab Februar 1953 auf Breslau reduziert. 1965 wurde Rudyk Metropolit von Warschau und ganz Polen, was er bis zu seinem Tod 1969 blieb.

Einzelnachweise

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