Walter Lietha (* 13. Juli 1950 in Basel) ist ein Schweizer Liedermacher, Dichter, Komponist und Sänger.

Leben und Werk Walter Lietha wuchs grösstenteils im Kanton Graubünden auf. Seine Karriere als Mundartsänger begann er in den 1970er-Jahren in der deutschsprachigen Schweiz, wo er als kritische Stimme in Erscheinung trat. Seine selbst komponierten Lieder begleitete er mit der Gitarre.

Aus politischen Gründen wurde er anfangs der 1980er-Jahre boykottiert, da die von ihm verbreiteten Lieder der linken Szene zugerechnet wurden. Dies geschah im Kontext der Zürcher Jugendunruhen 1980/1981, als die Zürcher Jugend um ein autonomes Jugendzentrum focht. Die Schallplatten des Bündner Liedermachers waren damals in den Schweizer Studierenden-Wohngemeinschaften weit verbreitet. Mit Walter Lietha zusammen trat regelmässig die aus Graubünden stammende Liedermacherin und Sängerin Corin Curschellas auf, später auch der Schweizer Musiker Stephan Eicher. Zu Liethas bekanntesten Alben zählt Dia Fahrenda mit dem gleichnamigen Lied (1977).

Zeitweise geriet er in Vergessenheit, wurde später aber rehabilitiert. 2025 wurde der Bündner Barde am Musikfestival «Alpentöne» in Altdorf mit einem Konzert geehrt. 2026 erschien der Dokumentarfilm «Drum sing i grad drum» von Stefan Haupt über ihn. Walter Lietha lebt in der Casa Cultura im Ringel in Trin.

Auszeichnungen 2025: Kulturpreis des Kantons Graubünden

Einzelnachweise

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