Eduard Karl Konstantin Louis Ferdinand von Gabain (* 10. März 1836 in Memel; † 29. September 1907 in Kassel) war ein preußischer Generalmajor.

Leben Gabain, Sohn eines preußischen Majors, entstammte einer Hugenottenfamilie. Nach dem Besuch des Kadettenkorps wurde er am 29. April 1854 als Sekondeleutnant dem 1. Infanterie-Regiment der Preußischen Armee in Danzig überwiesen. Nach je zwei- und dreimonatigen Kommandos zu Ausbildungszwecken bei der 1. Pionier-Abteilung und der Gewehrfabrik Danzig absolvierte er zur weiteren Ausbildung ab Oktober 1857 für drei Jahre die Allgemeine Kriegsschule. Nach Beendigung seiner Studien avancierte Gabain Mitte Dezember 1860 zum Premierleutnant und war unter Stellung à la suite seines Regiments ab Mitte Oktober 1862 als Lehrer zur Kriegsschule Neiße kommandiert. Mit der Mobilmachung anlässlich des Krieges gegen Österreich trat er Ende Mai 1866 zu seinem Regiment zurück und nahm an den Schlachten bei Trautenau und Königgrätz teil.

Nach dem Krieg wurde Gabain am 6. Oktober 1866 unter Stellung à la suite in das neugebildete Infanterie-Regiments Nr. 74 versetzt und erneut als Lehrer zur Kriegsschule Neiße kommandiert. In dieser Stellung rückte er Ende des Monats zum Hauptmann auf und trat am 13. August 1867 mit der Ernennung zum Chef der 9. Kompanie in den Truppendienst zurück. An der Spitze seiner Kompanie wurde Gabain nach dem Beginn des Krieges gegen Frankreich in der Schlacht bei Spichern beim Sturm des Roten Berges am Oberschenkel schwer verwundet.August zur Nedden: Geschichte des 1. Hannoverschen Infanterie-Regiments Nr. 74 und des vormaligen Königlich Hannoverschen 3. Infanterie-Regiments. 1813 bis 1903. Mittler & Sohn, Berlin 1903, S. 79. Für sein tapferes Verhalten in der Schlacht erhielt Gabain am 9. Oktober 1870 das Eiserne Kreuz II. Klasse.August zur Nedden: Geschichte des 1. Hannoverschen Infanterie-Regiments Nr. 74 und des vormaligen Königlich Hannoverschen 3. Infanterie-Regiments. 1813 bis 1903. Mittler & Sohn, Berlin 1903, S. 162. Nach seinem Lazarettaufenthalt in Köln kam er Mitte Dezember 1870 zum Ersatz-Bataillon und trat erst nach dem Friedensschluss wieder zu seiner Kompanie zurück.

Mit der Beförderung zum überzähligen Major wurde Gabain am 18. Mai 1876 zunächst seinem Regiment aggregiert und am 22. Januar 1878 zum Kommandeur des II. Bataillons ernannt. Vom 6. Dezember 1883 bis zum 31. März 1887 diente er als Oberstleutnant und etatmäßiger Stabsoffizier. Anschließend folgte unter Beförderung zum Oberst seine Versetzung nach Diedenhofen als Kommandeur des neuformierten Infanterie-Regiments Nr. 135. In dieser Stellung erhielt Gabain anlässlich der Thronbesteigung von Kaiser Friedrich III. den Roten Adlerorden III. Klasse mit der Schleife.Militär-Wochenblatt. Nr. 41 vom 9. Mai 1888, S. 883. Unter Verleihung des Charakters als Generalmajor wurde ihm am 21. Juli 1889 mit Pension der Abschied bewilligt.

Literatur [Otto] Funck, [Otto] von Feldmann: Offizier-Stammliste des vormaligen Königlich Hannoverschen 3. Infanterie-Regiments und des 1. Hannoverschen Infanterie-Regiments Nr. 74. 1813–1913. Rechts-, Staats- und Sozialwissenschaftlicher Verlag, Hannover 1913, S. 163. Johannes Gallandi: Geschichte des Königlich Preußischen Ersten Ostpreußischen Grenadier-Regiments Nr. 1 Kronprinz. 1855–1869. Mittler & Sohn, Berlin 1869, Beilage C, S. 82–83. Christian Zweng: Die Preußischen Generale 1866–1920. Band 6: Ga–Hae. Institut für deutsche Phaleristik und Militärgeschichte, Osnabrück 2014, S. 4–5.

Einzelnachweise

Kategorie:Generalmajor (Königreich Preußen) Kategorie:Person im Deutschen Krieg Kategorie:Person im Deutsch-Französischen Krieg Kategorie:Träger des Eisernen Kreuzes II. Klasse Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 3. Klasse Kategorie:Infanterist (Preußen) Kategorie:Adliger Kategorie:Preuße Kategorie:Geboren 1836 Kategorie:Gestorben 1907 Kategorie:Mann