mini|hochkant=1.2|Soldatenhaus in Maria Lankowitz Das Soldatenhaus ist ein Gebäude in der steirischen Marktgemeinde Maria Lankowitz in Österreich. Die zugehörige Alm dient als eine Sommerweide des Lipizzanergestüts Piber.

Baubeschreibung und Nutzung mini|Ein junger Lipizzanerhengst auf der Alm des Soldatenhauses

Das steinerne Soldatenhaus steht auf einer Höhe von am Osthang des Brandkogels auf der Stubalpe. Es gehört zur Katastralgemeinde Kemetberg und zum Einzugsgebiet des Gößnitzbachs. Der geschützte Landschaftsteil Brandkogel-Soldatenhaus umfasst 37,048 ha. Dieser liegt innerhalb des rund 21.906 ha großen Landschaftsschutzgebiets Ammering-Stubalpe.

mini|Junge Lipizzanerhengste auf der Alm des Soldatenhauses Der Laufstall für die Lipizzaner im Soldatenhaus ist 34 m mal 8 m groß und mit Stangen in zwei Bereiche geteilt. Die Lipizzanerhengste des Gestüts Piber werden bis zum Alter von einem Jahr auf dem Außenhof Kampl im Tal gehalten. Sie übersiedeln anschließend auf den Außenhof Wilhelm. Im Alter von einem bis vier Jahren verbringen sie jeden Sommer auf der Alm des Soldatenhauses. Die Weideflächen erstrecken sich rund um das Gebäude und erreichen ihren höchsten Punkt beim Gipfelkreuz des Brandkogels. Als Sommerweide der jungen Stuten dient die Alm des Brendlstalls. Die Hengste übersiedeln danach zur Musterung ins Tal, wo sie für die Spanische Hofreitschule ausgebildet werden können.

Beim Soldatenhaus verlaufen zwei Wanderwege zum Alten Almhaus, die hier dieselbe Strecke teilen und die von der Sektion Köflach des Österreichischen Alpenvereins betreut werden: der in Salla beginnende Wanderweg 52 und der bei der Wallfahrtskirche Maria Lankowitz beginnende Wanderweg 546 („Erzherzog-Johann-Weg“).

Geschichte Die Alm wurde 1791 dem damaligen Militärgestüt Piber als Pferdeweide überlassen. Die Almhütte wurde nach einem Brand 1853 neu erbaut. Sie erhielt den Namen Soldatenhaus, da sich die Soldaten des Militärgestüts im Sommer hier aufhielten. Mehrere Angehörige des k.u.k. Dragonerregiments Nr. 12 verewigten sich hier, indem sie ihre Namen und Dienstzeiten auf flachen Steinen in der Umgebung einmeißelten: „J. Dvořak Korp 1886/1887“, „Peter Dušek“, „Johann Mička Korp. 12. DR 1887/1888“ und „S. Kopač kk Czikos 10.7.1900“.

Wandertouristen des Steirischen Gebirgsvereins nächtigten bereits im Juni 1873 im Soldatenhaus. Der Akademische Turnverein in Graz pachtete ab 1910 das im Winter ungenutzte Gebäude und richtete dort ein temporäres Matratzenlager für 12 bis 18 Personen ein, das dem Schisport der Vereinsmitglieder diente. Es wurden Schikurse abgehalten und noch vor dem Ersten Weltkrieg eine Schisprungschanze errichtet. Der Turnverein nutzte das Soldatenhaus bis in die Zwischenkriegszeit.

Im Juni 1933 ereignete sich beim Soldatenhaus ein schwerer Unfall, als ein Knecht von einem scheuenden Hengst ins Gesicht geschlagen wurde.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

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