Klaus Ludwig Janert (* 9. März 1922 in Wittenberge; † 10. Dezember 1994) war ein deutscher Indologe und Hochschullehrer.Janert, Klaus Ludwig. In: Universität zu Köln / Galerie der Professorinnen und Professoren (mit allen biografischen Daten); Janert, Klaus L. In: Persons of Indian Studies by Prof. Dr. Klaus Karttunen (beides abgerufen am 10. Juli 2026).
Leben und Wirken Klaus Ludwig Janert studierte von 1946 bis 1953 Indologie, Tamilistik, Sprachwissenschaft und Slawistik an der Universität Halle und der Universität Frankfurt/M., wo er 1954 zum Dr. phil. promovierte. Als Bibliotheksreferendar absolvierte er dann die Ausbildung für den höheren Bibliotheksdienst und legte die Fachprüfung hierfür am Bibliothekar-Lehrinstitut des Landes Nordrhein-Westfalen ab. Anschließend arbeitete er mit Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft an der Katalogisierung der indischen Handschriften in Göttingen. Im Jahr 1962 habilitierte er sich für das Fach Indologie an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Ein Jahr später (1963) übernahm er eine ordentliche Professur an der Universität zu Köln, die er bis zu seiner Emeritierung 1987 innehatte. Als Indologe beschäftigte sich Janert hauptsächlich mit der Katalogisierung indischer Handschriften in Deutschland und gab außerdem eine Reihe von Publikationen anderer Indologen heraus.
Veröffentlichungen (Auswahl)
Bibliographie mit den Berichten über die mündliche und schriftliche Textweitergabe sowie die Schreibmaterialien in Indien (= Sarasvati series, Bd. 13). VGH-Wiss.-Verl., Bonn 1955. Sinn und Bedeutung des Wortes "Dhāsi" und seiner Belegstellen im Rigveda und Awesta (= Göttinger asiatische Forschungen, Bd. 7). Harrassowitz, Wiesbaden 1956 (= Dissertation Universität Frankfurt/M.). Studien zu den Aśoka-Inschriften. Mehrere Teile. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1959/1961/1977. Verzeichnis indienkundlicher Hochschulschriften. Deutschland, Österreich, Schweiz. Harrassowitz, Wiesbaden 1961. Indische Handschriften (= Verzeichnis der orientalischen Handschriften in Deutschland, Bd. 2., Teile 1–11). Steiner, Wiesbaden 1962-1991.
An annotated bibliography of the catalogues of Indian manuscripts (= Verzeichnis der orientalischen Handschriften in Deutschland, Suppl. 1). Steiner, Wiesbaden 1965. (mit Rudolf Sellheim u. Hans Striedl): Schriften und Bilder. Drei orientalistische Untersuchungen (= Verzeichnis der orientalischen Handschriften in Deutschland, Suppl. 7). Steiner, Wiesbaden 1967. Abstände und Schlussvokalverzeichnungen in Aśoka-Inschriften mit Editionen u. Faks. in 107 Lichtdrucktafeln (= Verzeichnis der orientalischen Handschriften in Deutschland, Suppl. 10). Steiner, Wiesbaden 1972. (Hrsg.): Nachi-Handschriften (= Verzeichnis der orientalischen Handschriften in Deutschland, Bd. 7,3–7,5). Steiner, Wiesbaden 1975–1980). (Hrsg., mit N. Narasimhan Poti): Yākka Sālēre Kathe. Tuḷu texts of Dravidian folk poetry from the South of India with an English translation and a glossary (= Verzeichnis der orientalischen Handschriften in Deutschland, Suppl. 25). Steiner, Wiesbaden 1981, ISBN 3-515-03376-9.
(Hrsg.): Nachitextedition. 12 Teile. Steiner, Wiesbaden 1982–1990. Our modern Tamil verbs and meanings (= Sarasvati series, Bd. 12). VGH-Wiss.-Verl., Bonn 2002, ISBN 3-88280-064-X.
Einzelnachweise
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