Hunde von Riga (schwedischer Originaltitel: Hundarna i Riga „Die Hunde in Riga“) ist der Titel eines schwedischen TV-Krimis, der auf dem gleichnamigen Roman von Henning Mankell basiert. Die Hauptrolle übernahm Rolf Lassgård, Regie führte Per Berglund. Die deutsche Fassung wurde 2004 vom ZDF synchronisiert und im Januar 2005 als 100-minütiger Spielfilm ausgestrahlt.

Ein weiteres Mal wurde der Roman im Jahr 2012 unter dem Titel Kommissar Wallander: Hunde von Riga mit Kenneth Branagh in der Titelrolle verfilmt.

Handlung An der schonischen Küste wird ein Rettungsboot angespült. Darin liegen zwei Männer, die erschossen wurden. Kommissar Kurt Wallander von der Polizei in Ystad wird hinzugerufen. Mit Hilfe der lettischen Polizei können die beiden Männer identifiziert werden. Aus Lettland reist Polizist Kārlis Liepa an, um die Ermittlungen zu unterstützen. Wallander und sein Vater freunden sich mit Liepa an. Während seines Aufenthalts in Schweden erhält Liepa ein Fax zu einem, wie er sagt, alten Fall, in dem er ermittelt. Eine Mappe mit Fallnotizen hat er immer dabei.

Unmittelbar nach seiner Rückkehr nach Lettland wird Liepa ermordet. Kommissar Wallander und sein Kollege Jānis Blomis, dessen Eltern aus Lettland stammen, reisen nach Lettland, um herauszufinden, warum Liepa ermordet wurde. Im Hotel angekommen wird Wallander von Inese angesprochen, die sich als Freundin von Liepas Witwe Baiba zu erkennen gibt und ihn bittet, sich zu einem konspirativen Treffen bereitzuhalten. In der Halle eines Straßenbahndepots trifft er auf eine Gruppe, die ebenfalls Interesse an der Aufklärung von Liepas Tod und an seinen Fallnotizen hat. Der Anführer der Gruppe, Gulbis, eröffnet Wallander, die Polizei sei korrupt und die mit den Ermittlungen zum Mord an Liepa betrauten Beamten, Putnis und Mūrnieks, stünden mit der Mafia in Verbindung.

In der Tat geben sich Putnis und Mūrnieks, nachdem Wallander und Blomis nichts zum Verbleib von Liepas Mappe sagen können, mit Ermittlungsergebnissen sehr bedeckt und es scheint, als wollten sie sich der schwedischen Kollegen möglichst schnell wieder entledigen. Wallander drängt darauf, den von den Letten für den nächsten Tag gebuchten Rückflug zu verschieben, um Baiba Liepa zu treffen. Er stellt auch fest, dass er nicht nur beobachtet, sondern auch abgehört wird.

Am nächsten Tag können Putnis und Mūrnieks unerwartet den Mörder Liepas präsentieren – es ist angeblich Gulbis. Nachdem Wallander sich seines Beobachters entledigen kann, trifft er Baiba in einer Kirche. Gemeinsam fahren sie in Ineses Wohnung, wo Baiba ihm eröffnet, dass ihr Mann in einer Sache ermittelt hat, in die auch hochrangige Polizeibeamte verstrickt sind und bei der auch Vorfälle aus der sowjetischen Besatzung Lettlands ans Licht kommen könnten. Die Mappe mit Liepas Fallnotizen, die seit seinem Tod verschwunden ist, enthalte möglicherweise den Schlüssel dazu. Sie bedrängt Wallander, länger in Lettland zu bleiben, doch dieser lehnt ab.

Wieder in Schweden angekommen, wird Wallander von einem Josef Lippman kontaktiert, der ihm bei einem Treffen eine Nachricht von Baiba überbringt. Anstelle seines geplanten Skiurlaubes reist er erneut nach Lettland, diesmal auf eigene Faust. Auf der Fähre nach Polen trifft er Preuss, der ihm einen falschen Pass aushändigt und ihn über die Grenze nach Litauen schleust. Am Berg der Kreuze trifft Wallander Inese wieder, die ihn nach Rīga bringt. Bei einem Treffen mit der Gruppe um Inese und Gulbis im Straßenbahndepot wird er Zeuge eines Massakers durch die Polizei, bei dem Inese und weitere Mitglieder der Gruppe getötet werden. Wallander, der unerkannt entkommen kann, erkennt unter den Polizisten Zīds, einen Mitarbeiter von Putnis und Mūrnieks und Fahrer von Wallander bei seinem letzten Besuch in Rīga.

Gemeinsam mit Baiba macht Wallander sich nun auf die Suche nach Liepas Mappe, die er im Polizeiarchiv in der Akte über Baiba Liepa vermutet. Sie bitten Liepas Mitarbeiter Miķelis um Hilfe. Dieser hat zwar keinen Zugang zum Archiv, schleust Wallander jedoch als Gefangenen ins Polizeipräsidium und ermöglicht ihm, ins Archiv zu gelangen. Doch wie sich herausstellt, ist die Mappe nicht dort. Baiba erwähnt Boris, einen orthodoxen Priester, mit dem ihr Mann befreundet war, und Wallander beschließt, dort nach der Mappe zu suchen. Tatsächlich findet er sie dort – versteckt in einem Gemälde, das Liepa von Wallanders Vater geschenkt bekommen hatte.

Wallander deponiert die Mappe in einem Bahnhofsschließfach und trifft sich mit Baiba in einem nahegelegenen Kaufhaus. Doch Baiba ist auf dem Weg dahin von Zīds angesprochen worden, der ihr gedroht hat, Mūrnieks werde Gulbis umbringen lassen. Sie verlangt den Schlüssel des Schließfachs von Wallander, doch dieser will die Dokumente an Putnis aushändigen, was Baiba ablehnt. Plötzlich sehen sich die beiden von Männern in Zivilkleidung umstellt, die, wie sich herausstellt, von Putnis angeführt werden. Sie können zunächst auf das Dach des Kaufhauses entkommen, werden dort jedoch von Putnis eingeholt. Putnis kann Wallander überzeugen, dass Liepa zwar von Zīds umgebracht wurde, doch Mūrnieks den Mord angeordnet habe. Wallander gibt Putnis daraufhin den Schlüssel, woraufhin sich Putnis als der wahre Drahtzieher zu erkennen gibt und die Waffe auf Wallander richtet. Doch inzwischen ist auch Mūrnieks mit Scharfschützen am Kaufhaus angekommen, die Putnis erschießen. Im anschließenden Feuergefecht richtet Zīds seine Waffe auf Wallander, doch ist sein Magazin leer. Es kommt zum Handgemenge; Baiba gelingt es, an die Waffe des getöteten Putnis zu kommen und damit Zīds zu erschießen.

Mūrnieks erscheint und bedankt sich bei Baiba und Wallander. Mit den Ergebnissen von Liepas Ermittlungen kann man nun damit beginnen, ein Korruptionsnetzwerk bei der Polizei aufzudecken.

In der letzten Szene stehen Baiba und Wallander auf der Brücke am Freiheitsdenkmal, das den Gefallenen des lettischen Unabhängigkeitskriegs 1918–1920 gewidmet ist. Wallander fragt Baiba, ob sie sich wiedersehen werden.

Kritik TV Spielfilm gab dem Film die bestmögliche Bewertung (Daumen nach oben) und bezeichnete ihn als „düsteren Korruptions-Krimi aus dem Baltikum“.

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Einzelnachweise

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