Tegdasdorf war eine mittelalterliche Siedlung unbekannter Lage im Raum Lehnin. Die zugehörige wüst gefallene Feldmark wird in den Bestätigungsurkunden für das Kloster Lehnin erwähnt und möglicherweise mit der Flur Das alte Dorf bei Trechwitz identifiziert.Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil V: Zauch-Belzig. Erstauflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992. (Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-82-2, S. 422) Die vermutete Lage befindet sich im heutigen Landkreis Potsdam-Mittelmark in Brandenburg.
Geschichte 1193 wurde der Ort erstmals als Tegdastorp erwähnt. Eine weitere Nennung erfolgte 1265 als Tegdastorpp. Der Name stammt aus dem Mittelniederdeutschen und ist benannt nach einem Zehntherrn tegedere, was „Zehntherr, Einsammler des Zehnten“Reinhard E. Fischer: Die Ortsnamen der Länder Brandenburg und Berlin, Band 13 der Brandenburgischen Historischen Studien im Auftrag der Brandenburgischen Historischen Kommission, be.bra wissenschaft verlag, Berlin-Brandenburg 2005, S. 167, ISBN 3-937233-17-2. bedeutet. Bis 1193 gehörte Tegdasdorf dem Markgrafen. In diesem Jahr gelangte der Ort an das Kloster Lehnin, in dessen Besitz er bis zur Säkularisation 1542 blieb. Anschließend gehörte die Feldmark bis 1558 zum Amt Lehnin. Sofern die Gleichsetzung mit Das alte Dorf bei Trechwitz zutrifft, gelangte sie danach wahrscheinlich zum Gut Trechwitz.
Die Nennung von 1193 deutet darauf hin, dass Tegdasdorf zu diesem Zeitpunkt noch bestand. Die fehlende Nennung im Jahr 1208 könnte darauf hindeuten, dass die Siedlung inzwischen aufgegeben worden war. Danach wird der Ort in den Quellen nicht mehr erwähnt.
Literatur Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil V: Zauch-Belzig. Erstauflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992. (Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-82-2, S. 422)
Einzelnachweise
Kategorie:Wüstung im Landkreis Potsdam-Mittelmark Kategorie:Kloster Lehnin (Gemeinde) Kategorie:Ersterwähnung 1193