Francisco Antonio Cebrián y Valdá (* 19. Februar 1734 in Xàtiva, Königreich Valencia; † 8., 9. oder 10. Februar 1820 in Madrid) war ein spanischer Kardinal der Römisch-katholischen Kirche und Patriarch von Westindien.

Leben Herkunft und Ausbildung Francisco Antonio Cebrián y Valdá entstammte einer adeligen Familie. Er studierte Philosophie, Zivilrecht und kanonisches Recht. Zwischen 1755 und 1759 wurde er Priester. Im Jahr 1772 ernannte ihn König Karl III. zum Professor für Recht an der Universität und zum Kanoniker der Kathedrale von Valencia. Er war Rektor der Universität Valencia und Generalvikar der Erzdiözese Valencia.

Bischof von Orihuela König Karl IV. schlug ihn als Bischof von Orihuela vor; Pius VII. bestätigte seine Ernennung am 24. Juli 1797. Die Bischofsweihe empfing er am 8. Oktober 1797 in Valencia durch Erzbischof Juan Francisco Jiménez del Río, mit Bischof Antonio José Salinas y Moreno, Bischof von Tortosa, und Bischof Félix Rico Rico, Bischof von Teruel als Mitkonsekratoren.

Als Bischof von Orihuela überließ er 1801 einen Teil des Bischofspalastes den Arbeiterinnen der Tabakfabrik und gründete die Bruderschaft der Zigarrenmacherinnen (Hermandad de las Cigarreras). Im Jahr 1814 empfing er in Valencia König Ferdinand VII. Am 7. Juli 1815 legte er, dem Ruf an den Königshof in Madrid folgend, das Amt des Bischofs von Orihuela nieder.

Patriarch von Westindien und Kardinalat Am 10. Juli 1815 ernannte ihn Ferdinand VII. zum Patriarchen von Westindien, Generalvikar der Land- und Seestreitkräfte, Archidiakon von Toledo, Kaplan und Almosenier des Königlichen Palastes sowie Kanzler der vier Ritterorden; zudem verlieh ihm der König das Großkreuz des Ordens Karls III. Derselbe König bat Pius VII. darum, ihn zum Kardinal zu ernennen. Im Konsistorium vom 23. September 1816 wurde er ohne Kardinalstitel zum Kardinal kreiert.

Francisco Antonio Cebrián y Valdá starb am 8., 9. oder 10. Februar 1820 in Madrid im Alter von 85 Jahren. Seinem letzten Willen entsprechend wurde er im Kapuzinerinnenkloster in Madrid beigesetzt, ohne jeglichen Prunk, mit lediglich einer Decke als Grabunterlage und einem schlichten Epitaph.

Auszeichnungen Großkreuz des Ordens Karls III. Großkreuz des Ordens Isabellas der Katholischen Ritterkreuz des Januariusordens des Königreichs beider Sizilien

Literatur

Weblinks

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