Uwe Burow (* 23. Juni 1962; † 26. Juli 2019) war ein deutscher Fußballspieler. In der höchsten Spielklasse des DDR-Fußballs, der Oberliga, spielte er für die BSG Motor Suhl und die BSG Stahl Riesa.
Sportliche Laufbahn Im überregionalen Männerfußball der DDR hinterließ der seit 1977 beim FC Carl Zeiss Jena ausgebildete Angreifer erste Spuren in der Nachwuchsoberligamannschaft der Thüringer. Nach der Wiedereingliederung der 2. Mannschaften der Oberligavertreter im Sommer 1983 in den Spielbetrieb der Bezirksligen, die parallel zur Umwandlung der Nachwuchs- in eine Juniorenoberliga (AK 17/18) vonstattenging, gewann er mit der FCC-Reserveelf in der Geraer Bezirksliga 1983/84 den Meistertitel. Durch den 1. Platz in der Gruppe 3 der Ligaaufstiegsrunde gelang dem 1,77 Meter großen Burow und seinen Mannschaftskameraden der Sprung in die ostdeutsche Zweitklassigkeit.
Im Sommer 1984 rückte der gelernte Feinmechaniker in den Kader der 1. Mannschaft beim FC Carl Zeiss auf, in der er aber keine Oberligapartie absolvierte. Bereits ab September 1984 lief er in der Liga für die BSG Wismut Gera in der Staffel B des Spieljahres 1984/85 auf. Jedoch wurde er bereits nach vier Punktspieleinsätzen zum Erstligaaufsteiger BSG Motor Suhl delegiert, bei dem er am 11. Spieltag der Saison im ostdeutschen Oberhaus debütierte. Bei der 0:2-Heimniederlage gegen die SG Dynamo Dresden spielte der Stürmer von Beginn an. Der Kampf der Südthüringer um den Klassenerhalt war vergebens und Burow wurde nach dem Premierenspiel nur in drei weiteren Begegnungen eingesetzt.
Keinesfalls ungewöhnlich für die nicht selten politisierte Sportberichterstattung der DDR tauchte Burow nach dem Abstieg der Suhler und später rund um seine elf Oberligapartien für die BSG Stahl Riesa weder im Kader noch bei den Zu- und Abgängen dieser Teams aus Thüringen und Sachsen in den jeweiligen Saisonvorschauheften von fuwo und Sportecho für die Spielzeiten 1985/86 bis 1987/88 auf. In seinen zehn Punktspieleinsätzen im Spieljahr 1986/87 gelang ihm sein einziger Erstligatreffer seiner Karriere. Bei seinem Saisondebüt am 9. Spieltag gegen den FC Rot-Weiß Erfurt erzielte er beim 4:1-Heimsieg der Stahl-Elf das Tor zur 2:1-Führung.
Im Sommer 1989 erscheint er in der erwähnten Saisonvorschau der beiden (für den Fußball) bedeutendsten DDR-Sportzeitungen im Kader der BSG Chemie IW Ilmenau, zu der Burow 1988 aus Riesa gewechselt war und durch den Gewinn der Suhler Bezirksmeisterschaft 1988/89 wieder in die Zweitklassigkeit gelangte, für die Ligasaison 1989/90. Einsätze beim Aufsteiger aus Südthüringen sind für ihn nicht notiert und im Wendezeitraum verlor sich seine Spur im höherklassigen Fußballsport.
Triva Sein Bruder Jörg war ebenfalls Erstligakicker in der DDR.
Literatur Hanns Leske: Die DDR-Oberligaspieler. Ein Lexikon. AGON Sportverlag, Kassel 2014, ISBN 978-3-89784-392-9, Seite 57.
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