Plebania Wólka () ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Stadt-und-Land-Gemeinde Morąg im Powiat Ostródzki. mini|Feld des Gefechts von Pfarrsfeldchen (1807) mini|150px|Denkmal für Generalleutnant Reinhold von Anrep

Geographische Lage Plebania Wólka liegt am Flüsschen Drela () im nördlichen Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, zwei Kilometer nördlich der Stadt Morąg bzw. 24 Kilometer nördlich der Kreismetropole Ostróda.

Geschichte Der kleine seinerzeit Pfarrsfeldchen genannte GutsortDietrich Lange: Pfarrsfeldchen, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) wurde im Jahre 1785 als ein Kämmerei-Gut derm Stadt Mohrungen mit drei Feuerstellen und dem Kirchspiel Mohrungen zugehörig erwähnt.Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Pfarrsfeldchen

Im Januar 1807 tobte im Gefecht von Pfarrsfeldchen die Schlacht bei Mohrungen zwischen französischen und russischen Truppen, in deren Folge der russische Generalleutnant Reinhold von Anrep starb. Ein Denkmal für ihn steht noch heute nahe dem Gefechtsfeld in Pfarrsfeldchen.Kreisgemeinschaft Mohrungen: Geschichte von Mohrungen Anders erging es dem französischen Marschall Jean-Baptiste Bernadotte, dem späteren König Karl XIV. Johann von Schweden, den preußische Husaren und kurländische Dragoner in einem nahegelegenen Schlösschen überraschten, wo er sich nur knapp vor einer Gefangennahme verstecken konnte.

1820 wurde Pfarrsfeldchen ein „adlig Vorwerk“ mit vier Feuerstellen bei 15 Einwohnern genannt. 1854 war der kleine Ort bereits ein Haltepunkt der Postlinie Nr. 40 von Mohrungen nach Wormditt.

Als 1874 der Amtsbezirk Georgenthal im ostpreußischen Kreis Mohrungen errichtet wurde, wurde der Gutsbezirk Pfarrsfeldchen eingegliedert und stellte mit dem Gutsbesitzer Lietke bis 1892 den Amtsvorsteher.Rolf Jehke: Amtsbezirk Georgenthal

51 Einwohner zählte Pfarrsfeldchen im Jahre 1885, im Jahre 1910 waren es nur noch 15.

Am 30. September 1928 schließlich verlor Pfarrsfeldchen seine Eigenständigkeit, als es in die Landgemeinde Georgenthal im gleichnamigen Amtsbezirk eingemeindet wurde.

In Folge des Zweiten Weltkriegs wurde 1945 das gesamte südliche Ostpreußen an Polen abgetreten. Pfarrsfeldchen erhielt die polnische Namensform „Plebania Wólka“ und ist heute eine Ortschaft innerhalb der Stadt-und-Landgemeinde Morąg im Powiat Ostródzki, von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.

Religion Pfarrsfeldchen war bis 1945 genauso wie Plebania Wólka seither kirchlich nach Mohrungen resp. Morąg einbezogen: evangelischerseits damals zu St.-Peter-und-Paul-Kirche in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union,Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 466 heute zur Kirchengemeinde in Morąg als Filialgemeinde von Ostróda in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, außerdem römisch-katholischerseits damals zur Pfarrei St. Joseph im Dekanat Pomesanien im Bistum Ermland, heute zu derselben Pfarrei, deren Pfarrkirche jetzt aber die früher evangelische St.-Peter-und-Paul-Kirche ist und zum Dekanat Morąg im Bistum Elbląg gehört.

Verkehr Plebania Wólka liegt an der verkehrsreichen Woiwodschaftsstraße 528, die die Städte Morąg, Miłakowo und Orneta miteinander verbindet. Vom Nachbarort Jurecki Młyn führt ein direkter Weg nach Plebania Wólka.

Die nächste Bahnstation ist Morąg an der Bahnlinie Olsztyn–Bogaczewo (– Elbląg).

Weblinks

Bildarchiv Ostpreußen: Slideshow Pfarrsfeldchen

Einzelnachweise

Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Morąg