Eugen Egger (* 7. Januar 1920 in Schaffhausen; † 29. September 2011 in Nyon) war ein Schweizer Erziehungswissenschaftler, Bibliothekar und Hochschullehrer.Moritz Arnet: Egger, Eugen. In: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS) (mit allen biografischen Daten, abgerufen am 7. Juli 2026).
Leben und Wirken Nach dem Schulbesuch in Gossau und Freiburg im Üechtland studierte Eugen Egger Klassische Philologie, Pädagogik und Geschichte an der Universität Freiburg (Schweiz). Dort promovierte er 1943 zum Dr. phil. mit einer Dissertation über „Joannis Barzaei Heroum Helvetiorum Epistolae 1657. Untersuchung zur Erforschung der neulateinischen Epik“. Von 1945 bis 1962 arbeitete er als Bibliothekar an der Schweizerischen Landesbibliothek Bern und leitete die Sektion „Gesamtkatalog“. Von 1962 bis 1983 war er Direktor der Schweizerischen Dokumentationsfragen in Genf. Ab 1964 war er Lehrbeauftragter, ab 1968 Professor für Erziehungswissenschaften an der Universität Genf, vorübergehend ausserdem auch an der Universität Neuenburg. Von 1968 bis 1985 war Egger außerdem als Generalsekretär der Schweizerischen Erziehungsdirektorenkonferenz tätig. Er veröffentlichte vor allem über Entwicklungen im schweizerischen Schulwesen.
Veröffentlichungen (Auswahl)
P. Gregor Girard. Ein schweizerischer Volksschulpädagoge, 1765–1850 (= Große katholische Schweizer der neuern Zeit, Bd. 4). Rex-Verlag, Luzern 1948.
Hugo Ball. Ein Weg aus dem Chaos (= Kämpfer und Gestalter, Bd. 11). Walter, Olten 1951. (mit Leendert Brummel): Guide des catalogues collectifs et du prêt international / Guide to union catalogues and international Loan Centers. Nijhoff, Den Haag 1961. (Red.): Lehrbücher und Unterrichtshilfen in der Schweiz (= Archiv für das schweizerische Unterrichtswesen, Bd. 56/57). Huber, Frauenfeld 1971. Die Schweizer Schulen. Eine übersichtliche Darstellung der kantonalen Schulverhältnisse für Schulbehörden, Berufsberater, Lehrer und Eltern. Haupt, Bern 1972, ISBN 3-258-02026-4. Medienpädagogik in der Schweiz. Huber, Frauenfeld 1975, ISBN 3-7193-0504-X. (mit Bruno Kehrli): Schulreformen in der Schweiz. Huber, Frauenfeld 1976, ISBN 3-7193-0556-2. (mit Emile Blanc): Neuerungen im schweizerischen Schulwesen. Besonderheiten und Tendenzen. Schweizerische Konferenz der Kantonalen Erziehungsdirektoren, Genf 1977. (Mitautor): Maturität und Gymnasium. Ein Abriss über die Entwicklung der eidgenössischen. Maturitätsordnungen und deren Auswirkungen auf das Gymnasium. Haupt, Bern 1978, ISBN 3-258-02788-9. (Hrsg.): Schulkoordination über Lehrplanreform. Huber, Frauenfeld 1978, ISBN 3-7193-0616-X. Ist europäische Bildung möglich? In: Zukunft Europa. Anspruch und. Wirklichkeit im Blick auf Bildung und Ausbildung. Enger, Anrath 1978, S. 19–26. (Hrsg.): Die Ausbildung der Lehrer für die Sekundarstufe I. Prospektive Überlegungen zur Verbesserung und Koordination der Lehrerbildung in der Schweiz. Haupt, Bern 1983, ISBN 3-258-03269-6. Das Schulwesen in der Schweiz. Schweizerische Konferenz der Kantonalen Erziehungsdirektoren, Bern 1984.
Festschrift
Bildungspolitik im schweizerischen Föderalismus. Festschrift für Prof. Dr. Eugen Egger, Generalsekretär der Schweizer Konferenz der Kantonalen Erziehungsdirektoren 1968 bis 1985. Haupt, Bern 1985, ISBN 3-258-03424-9.
Einzelnachweise
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