Cornelia Hecht-Zeiler (geboren als Cornelia Hecht 1968) ist eine deutsche Historikerin. Seit 2024 ist sie Direktorin des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg.

Berufliche Karriere Hecht-Zeiler studierte Neuere Geschichte und Politikwissenschaft an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Anschließend war sie dort am Historischen Institut als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig. Sie promovierte 2001 zum Thema „Die deutschen Juden und der Antisemitismus in der Weimarer Republik“. Anschließend machte sie ein wissenschaftliches Volontariat am Museum zur Geschichte von Christen und Juden in Laupheim.

2003 begann sie ihre Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Haus der Geschichte Baden-Württemberg. 2020 übernahm sie die Teamleitung für die Ausstellungsorte des Hauses der Geschichte und seiner Außenstellen. Außerdem wurde ihr die inhaltliche Leitung für das Museum zur Geschichte von Christen und Juden übertragen. An der neuen Ausstellungskonzeption in der Stauffenberg-Erinnerungsstätte, die seit 2025 der Öffentlichkeit zugänglich ist, war sie maßgeblich beteiligt.

2024 übernahm Hecht-Zeiler die Direktion des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg, nachdem die Vorgängerin Paula Lutum-Lenger in den Ruhestand verabschiedet worden war.

Ihre wichtigsten Ausstellungsprojekte sind „Spurensicherung: Jüdisches Leben in Hohenzollern in der ehemaligen Synagoge Haigerloch“, „Mythos Rommel“ oder „Carl Laemmle presents. Ein jüdischer Schwabe erfindet Hollywood“. Mit einem neuen Konzept kuratierte sie die Dauerausstellung „Jüdische Beziehungsgeschichten“ im Museum zur Geschichte von Christen und Juden.

Sehr erfolgreich war die von Hecht-Zeiler kuratierte Sonderausstellung „Frei Schwimmen – Gemeinsam?!“, die von 2024 bis 2025 geplant war und bis Frühjahr 2026 in Verlängerung ging. Darin wurde die Badekultur über drei Jahrhunderte unter die Lupe genommen. Im Mittelpunkt stand die gesellschaftspolitische Fragestellung, wer berechtigt war und ist, teilzuhaben. Wie können verschiedene Bevölkerungsgruppen die Möglichkeit wahrnehmen, sich zu säubern, zu erfrischen und schwimmen zu lernen? So wurden herrschaftliche Baderituale ebenso thematisiert wie der Bau von Hallen- und Freibädern, die Teilhabe von Frauen, FKK oder das Tragen von Burkinis. Hecht-Zeiler wagte es, auf Anfrage des Vereins GetNakedGermany den Ausstellungsbesuch an zwei Abenden für textilfrei erscheinende Besucher zu gewähren.

Veröffentlichungen (Auswahl) Hecht-Zeiler verfasste zahlreiche Texte zu den Themen Antisemitismus, jüdische Geschichte im Südwesten, Erinnerungskultur und Nationalsozialismus. Hier eine Auswahl der wichtigsten Veröffentlichungen:

Monografien

Artikel

Herausgeberschaft

Weblinks

In der Ausstellung „Frei Schwimmen“ geht es auch um Toleranz und Respekt | Staatsanzeiger BW, Interview mit Cornelia Hecht-Zeiler zur Ausstellung „Frei Schwimmen“ "Wir wollen Jugendliche zur Zivilcourage erziehen" - Badische Zeitung Interview mit Cornelia Hecht zum 20. Juli 1944 Auf den Spuren des Retters für Hunderte Juden Spaziergang in Laupheim auf den Spuren von Carl Laemmle mit Cornelia Hecht

Einzelnachweise

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