Erwin Hohenwarter (* 1. Dezember 1947 in Maria Lankowitz; † 5. Dezember 2019 ebenda) war ein österreichischer Fußballspieler und -trainer. Er spielte zunächst als Stürmer und wurde später als Libero eingesetzt. Bekannt wurde er vor allem als langjähriger Spieler und Kapitän des Grazer AK, mit dem er 1981 den ÖFB-Cup gewann.

Verein Hohenwarter begann mit dem Fußball in seinem Heimatort Maria Lankowitz. 1965 wechselte er zum Grazer AK und wurde dort rasch Stammspieler. In seiner ersten GAK-Zeit kam er auf 59 Spiele und 23 Tore. Im Herbst 1968 erzielte er bei einer 2:3-Niederlage des GAK am Innsbrucker Tivoli beide Grazer Tore; kurz darauf verpflichtete ihn Wacker Innsbruck. Für die Innsbrucker kam er bis 1970 auf 33 Spiele und sechs Tore.

Im Sommer 1970 wechselte Hohenwarter nach Deutschland zum VfR Heilbronn. Dort absolvierte er in der damals zweitklassigen Regionalliga 66 Spiele und erzielte 17 Tore. Nach zwei Jahren in Heilbronn spielte er in der Saison 1972/73 für den TSV 1860 München, für den er 30 Regionalligaspiele mit sechs Toren bestritt. 1973 schloss er sich dem 1. FSV Mainz 05 an. Für Mainz kam Hohenwarter zunächst in der Regionalliga Südwest und nach Einführung der 2. Fußball-Bundesliga in deren Südstaffel zum Einsatz. In drei Spielzeiten bestritt er für den Verein 30 Regionalligaspiele mit acht Toren sowie 73 Zweitligaspiele mit 24 Toren. Mit Mainz gewann er 1974 den Südwestpokal.

1976 wechselte Hohenwarter zum SV Röchling Völklingen, für den er in der Saison 1976/77 in der 2. Bundesliga 38 Ligaspiele absolvierte und zehn Tore erzielte. Insgesamt kam er in Deutschland auf 111 Spiele und 34 Tore in der 2. Bundesliga.

1977 kehrte Hohenwarter zum Grazer AK zurück. Inzwischen war aus dem früheren Angreifer ein defensiver Spieler geworden, der meist als Libero auflief. In seiner zweiten GAK-Phase bestritt er bis 1983 205 Spiele in österreichischen Bewerben und erzielte acht Tore. Nach Angaben des Vereins galt er als Kapitän, Abwehrchef und Führungsspieler der Mannschaft. In der Saison 1980/81 führte er den GAK als Kapitän zum Gewinn des ÖFB-Cups. In der zweiten Runde gegen Titelverteidiger Austria Wien erzielte Hohenwarter beim 2:1-Sieg den Ausgleich, im Finale gegen Austria Salzburg stand er in beiden Endspielen auf dem Platz. Der Pokalsieg war der erste nationale Titel eines steirischen Profivereins.

Nationalmannschaft Hohenwarter bestritt fünf Spiele für die österreichische U23-Auswahl. Zu Einsätzen in der A-Nationalmannschaft kam er nicht.

Trainer Nach dem Ende seiner Profikarriere wurde Hohenwarter 1983 Spielertrainer beim Deutschlandsberger SC. In jener Saison führte er den Verein bis ins Viertelfinale des ÖFB-Cups. Später arbeitete er unter anderem als Co-Trainer beim Grazer AK sowie als Trainer bei Deutschlandsberg, SV Allerheiligen, Peggau und Hausmannstätten.

Erfolge 1. FSV Mainz 05 Südwestpokalsieger: 1974

Grazer AK Österreichischer Pokalsieger: 1981

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Einzelnachweise

Kategorie:Fußballspieler (Grazer AK) Kategorie:Fußballspieler (FC Wacker Innsbruck) Kategorie:Fußballspieler (VfR Heilbronn) Kategorie:Fußballspieler (TSV 1860 München) Kategorie:Fußballspieler (1. FSV Mainz 05) Kategorie:Fußballspieler (SV Röchling Völklingen) Kategorie:Fußballspieler (Deutschlandsberger SC) Kategorie:Fußballtrainer (Grazer AK) Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1947 Kategorie:Gestorben 2019 Kategorie:Mann Kategorie:Person (Maria Lankowitz)