mini|Der noch erhaltene Torbogen des ehemaligen Ingelheimer Hofs Der Ingelheimer Hof war ein 1686 für den Erzbischof Anselm Franz von Ingelheim (1634–1695) erbauter Barockbau, der an der Stelle des 1480 errichteten Bleidenstädter Hofs, dem Stadthof des Bleidenstädter Benediktinerklosters in der Klarastraße/Emmeranstraße in der Mainzer Altstadt erbaut wurde. Der Hof sollte als Familienstammsitz für die Familie Ingelheim dienen. Vorher befand sich an gleicher Stelle das Anwesen Zum Großen Walderthum. Das Äußere des Gebäudes war trotz seiner späten Entstehung sehr der Stilrichtung des Barock verbunden. Der Architekt ist nicht bekannt.
Ein dreiachsiger Risalit als Mittel zur Fassadengliederung an der Ecke Klarastraße/Emmeranstraße war die Besonderheit und herausragendes Merkmal des Gebäudes.
Nach Zerstörung durch preußisch/österreichischen Artilleriebeschuss während der Belagerung von Mainz (1793) wurde der Ingelheimer Hof vom Mainzer Weinhändler Heinrich Mappes erworben. Dieser betrieb nach 1800 den Wiederaufbau mit neuer Inneneinteilung als Wohn- und Geschäftshaus im Empire-Stil.Mainz – Adelspalais und Sakralbauten, Stadtbild-Deutschland.org, abgerufen am 3. Juli 2026 Im Zweiten Weltkrieg wurde der Hof beim finalen Luftangriff auf Mainz am 27. Februar 1945 zerstört und brannte bis auf wenige Fassadenteile aus. Die Reste des Ingelheimer Hofes wurden 1961 endgültig abgerissen, es verblieb ein Torbogen, der in einen zeitgenössischen postmodernen Wohnbau integriert ist. Der Abriss erfolgte überwiegend bis auf Erdbodenniveau. Die Keller blieben erhalten und im Bereich der Emmeransstraße einige Meter des Sockelbereichs sowie einige Treppenstufen zu einem Seiteneingang. An die barocke Fassade erinnert die Anordnung der Fenster und ihre stockweise variierende Höhe.
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Einzelnachweise
Kategorie:Abgegangenes Bauwerk in Mainz Kategorie:Erbaut 1686