Papiermühle war ein Ort in der damaligen Gemeinde Moschendorf im Bezirksamt Hof.
mini| Die Einöde Papiermühle lag nahe dem Bahnhaltepunkt Moschendorf an der Sächsischen Saale.
Die Papiermühle 1571–1858 1567 wurde die Genehmigung zum Bau einer Papiermühle in Moschendorf erteilt, die 1571 ihren Betrieb aufnahm. Nach der Zerstörung durch einen schweren Brand am 5. Juli 1828 erfolgte bis 1830 ein Wiederaufbau in leicht veränderter Form. 1858 wurde die Papierherstellung eingestellt.
Die Porzellanfabrik 1878–1957 Nach einem Besitzerwechsel erfolgt am 29. Juni 1878 die Genehmigung die notwendigen baulichen Einrichtungen zum Betrieb einer Porzellanfabrik zu errichten. Ende November 1878 brannte der erste Ofen. 1888 hatte das Unternehmen etwa 300 Beschäftigte, 1906 waren es 618. Der Markenname war PM Bavaria. Nach wirtschaftlichen Problemen vor dem Ersten Weltkrieg erholte sich das Unternehmen, kam aber in der Wirtschaftskrise erneut in Turbulenzen. Um 1940 wurde der Betrieb eingestellt. Ab Herbst 1948 wurde der Betrieb nochmals aufgenommen, aber 1957 endgültig eingestellt.
NS-Nutzungen Auf dem Pachtgrund der Anlagen wurde 1941 ein Barackenlager für osteuropäische Zwangsarbeiter erbaut. Zwischen 3. September 1944 und 15. April 1945 gab es auf dem Fabrikgelände ein Arbeitslager der SS, das der Verwaltung des Konzentrationslagers Flossenbürg unterstellt war.
Einwohnerentwicklung Bei der Volkszählung 1900 wurden in Papiermühle drei Wohngebäude mit insgesamt 61 Einwohnern festgestellt.
Literatur
Weblinks Papiermühle in der Karte der Bayerischen Uraufnahme
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in der kreisfreien Stadt Hof (Saale) Kategorie:Papiermühle Kategorie:Ehemaliger Porzellanhersteller (Deutschland)