mini|Friedrich Wamsler (1852–1913) Friedrich Wamsler (* 8. November 1852 in Rohrbach am Gießhübel; † 10. Juni 1913 in München) war ein deutscher Unternehmer und Firmengründer sowie erster Mäzen des FC Bayern München.

Leben Friedrich Wamsler war ein Sohn des Bauern Franz Peter Wamsler (1804–1870) und dessen Ehefrau Maria Anna Catharina Rebel. Nach seinem Volksschulabschluss machte er eine Schlosserlehre und lernte dabei den Herdbau und insbesondere die seit den 1860er Jahren hergestellten transportablen Küchenherde kennen. Er kam in die Bayerische Armee und war Leutnant im 1. bayerischen Feldartillerie-Regiment.

Danach ging er auf Wanderschaft, die ihn 1870 nach Wien und Steyr führte und dort für die „Österreichische Waffenfabriks-Gesellschaft“ arbeitete. 1872 kam er nach Karlsruhe zurück und schloss seine Ausbildung zum Kabinettschlossermeister ab.

Im Herbst 1875 machte er einen Schritt in die Selbständigkeit und arbeitete in einer kleinen Werkstätte für Kunstschmiedearbeite und eröffnete 1877 die „Spar- und Kochherde-Fabrik und Bauschlosserei Friedrich Wamsler“. Vom Münchener Hofbräuhaus erhielt er einen Großauftrag und fertigte einen Küchenherd mit einem Gesamtgewicht von 10 t und einer Kochfläche von 16 m². Dieses Gerät blieb dort 16 Jahre im Einsatz. Der Erfolg seiner Kochherde beruhte auf der Doppelzugkonstruktion „System Wamsler“ mit großer Brennstoffersparnis und auf der soliden Ausmauerung, die eine Wärmeabstrahlung verhinderte. 1910 erhielt Wamsler 1910 auf der Brüsseler Weltausstellung eine Goldmedaille. Seine Fabrik lieferte Hof- und Schloßküchen u. a. an das Bayerische Königshaus sowie das Großherzogtum Luxemburg. Das Unternehmen expandierte und Kunden in aller Welt wurden von ihm beliefert. 1911 traten seine Söhne Karl und FritzF als Teilhaber in das Unternehmen ein. Während des Ersten Weltkriegs lieferte die Firma mit bis zu 600 Mitarbeitern fahrbare Feldküchen und Großkochanlagen.

Er war der erste Mäzen des FC Bayern und dessen Ehrenmitglied. An der Schwabinger Clemensstraße stellte er ein Gelände für einen Fußballplatz zur Verfügung. An ihn erinnert eine Gedenktafel.Stadtgeschichte München: Erster Fußballplatz des FC Bayern München Digitalisat

Familie 1880 heiratete er Bertha Debold (1859–1922). Aus der Ehe sind die Kinder Karl (1893–1942) und Fritz (1881–1938) hervorgegangen.

Ehrungen Kommerzienrat

Literatur

Einzelnachweise

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