mini|hochkant|Antoni Tokarczuk Antoni Justyn Tokarczuk (* 14. April 1951 in Nowa Wieś Lęborska) ist ein polnischer Politiker (PC, PPChD, AWS, SKL-RNP). Von 1999 bis 2001 war er Umweltminister. Er gehörte 1989 bis 1991 dem Senat der Republik Polen und von 1991 bis 1993 dem Sejm in dessen I. Wahlperiode an.

Leben und Beruf Tokarczuk ist der Neffe des früheren Erzbischofs von Przemyśl Ignacy Tokarczuk. Er studierte an der Katholischen Universität Lublin Philosophie und schloss das Studium 1974 ab. Von 1975 bis 1990 arbeitete er für den Zweiradhersteller Romet, zuletzt als stellvertretender Betriebsleiter. Von 1994 bis 1999 war er in Führungspositionen im öffentlichen Bauunternehmen „Budopol“ in Bydgoszcz tätig. 2003 war er kurzzeitig Präsident des Sportvereins Polonia Bydgoszcz. Von 2004 bis 2011 war er Direktor der Wirtschaftsvereinigung Polnische Wasserwerke. 2012 wurde er stellvertretender Direktor des woiwodschaftlichen Straßenverkehrszentrums in Bydgoszcz.

Politik Seit den 1980er Jahren engagierte sich Tokarczuk in der demokratischen Opposition. Er war stellvertretender Vorsitzender des Regionalvorstandes Bydgoszcz der unabhängigen Gewerkschaft Solidarność. Unter Geltung des Kriegsrechts war er vom 13. Oktober 1981 bis 29. Dezember 1982 interniert. Anschließend gehörte er den Untergrundstrukturen der Solidarność in Bydgoszcz an. Er nahm in der Wendezeit an den Gesprächen am runden Tisch teil.

Bei der ersten Wahl des wiedererrichteten Senats wurde er auf Vorschlag des Komitet Obywatelski „Solidarność“ für die Woiwodschaft Bydgoszcz gewählt.Ergebnis in Monitor Polski 1989, Nr. 21, S. 325. Von 1990 bis 1992 war er Woiwode der Woiwodschaft Bydgoszcz. Ab 1990 gehörte er dem Porozumienie Centrum (PC) an, für das er bei der ersten vollständig freien Parlamentswahl 1991 in den Seijm gewählt wurde.Ergebnis in Monitor Polski 1991, Nr. 41, S. 459. Bei der Wahl 1993 scheiterte das PC mit 4,4 % an der neu eingeführten 5-%-Hürde und Tchórzewski musste aus dem Parlament ausscheiden.Ergebnis in Monitor Polski 1993, Nr. 50, S. 610. Bei den Selbstverwaltungswahlen 1998 wurde er in den Sejmik der neugebildeten Woiwodschaft Kujawien-Pommern gewählt. Als sich Teile der PC mit der Partia Chrześcijańskich Demokratów vereinigten, wurde er Mitglied des Fusionsprodukts Porozumienie Polskich Chrześcijańskich Demokratów (PPChD), deren Vorsitzender er war. Im Jahr 1999 wurde er zum Umweltminister in der Regierung von Jerzy Buzek ernannt. Bei der Parlamentswahl 2001 erreichte die Akcja Wyborcza Solidarność (AWS), an dem sich die PPChD beteiligt hatte, lediglich 5,6 % und scheiterte damit an der für Wahlbündnisse geltenden 8-%-Hürde.Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 2. Juli 2026. Später wurde er Mitglied der SKL-Ruch Nowej Polski (SKL-RNP), in der er ebenfalls zum Führungskreis gehörte, bis er sich aus der Politik zurückzog.

Ehrungen 1996 Litauische Medaille „13. Januar“ 1999 Goldenes Verdienstkreuz der Republik PolenVerleihnachricht in Monitor Polski 1999, Nr. 33, S. 773. 2011 Offizierskreuz des Ordens Polonia RestitutaVerleihnachricht in Monitor Polski 2011, Nr. 64, S. 5407. 2015 Krzyż Wolności i SolidarnościVerleihnachricht in Monitor Polski 2015, S. 314.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Umweltminister (Polen) Kategorie:Senator (Dritte polnische Republik) Kategorie:Sejm-Abgeordneter (Dritte Republik) Kategorie:Woiwode (Polen) Kategorie:Mitglied der Porozumienie Centrum Kategorie:AWS-Mitglied Kategorie:Politiker (20. Jahrhundert) Kategorie:Politiker (21. Jahrhundert) Kategorie:Träger des Goldenen Verdienstkreuzes der Republik Polen Kategorie:Träger des Ordens Polonia Restituta (Offizier) Kategorie:Pole Kategorie:Geboren 1951 Kategorie:Mann