Wilhelm von Ludowig (* 1787 in Buxtehude; † 21. Juni 1870 zu Lüneburg) war ein königlich hannoverischer Generalleutnant und Kommandeur der 2. Infanterie-Brigade.
Herkunft Seine Eltern waren der Landrat und Bürgermeister von Buxtehude Friedrich Lorenz von Ludowig (* 1. Juni 1748; † 9. Dezember 1816) und dessen Ehefrau Dorothea Hedwig von der Beck verwitwete von Borstel (* 13. August 1751; † 13. Januar 1827). Sein Vater erhielt am 14. Juni 1786 in Wien den Reichsadel.Ernst Heinrich Kneschke (Hrsg.), Neues allgemeines deutsches Adels-Lexicon, Band 6, 1865, S.31
Leben
Er war erst acht Monate Kadett im 8. Infanterie-Regiment gewesen; aber 1803 wurde das Kurfürstentum Hannover von Frankreich besetzt und mit der Konvention von Artlenburg kam es zur Auflösung der hannoverschen Armee. Ludowig wechselte wie viele seiner Kameraden in britische Dienste. In der neuerrichteten King’s German Legion (KGL) dort wurde er am 7. Juli 1804 Fähnrich im 1. Leichten Bataillon. Dort wurde er am 28. Januar 1806 Leutnant, schied aber am 23. April 1811 aus der Legion aus und kehrte nach Hannover zurück. Mit der Legion nahm er 1805 am Feldzug in Hannover teil, kämpfte 1806 und 1807 in Baltikum und dann von 1808 bis 1809 in Spanien.
Beim Beginn der Befreiungskriege trat er am 23. Mai 1813 in das Jägerkorps Kielmannsegg ein. Dort wurde er als Kapitän (Hauptmann) von neuem in den Dienst genommen.
Nach dem Krieg kam er in die neuerrichtete Hannoversche Armee. Dort kam er am 1. März 1816 zum Landwehr-Bataillon Harburg des 5. Infanterie-Regiments. Dort wurde er am 17. Oktober 1826 zum Major befördert. Am 1. August 1828 kam er in das 1. Infanterie-Regiment und am 1. April 1833 in das 2. Leichte Bataillon. Am 2. April 1836 wurde er Oberstleutnant und Kommandeur. Am 1. Februar 1838 kam er als Kommandeur in das 5. Infanterie-Regiment. Dort wurde er am 3. Juni 1848 zum Oberst befördert, als solcher kam er am 3. Mai 1848 als Kommandeur in die 2. Infanterie-Brigade. Während des ersten deutsch-dänischen Krieges kommandiert er die nach Schleswig-Holstein geschickte hannoverische Brigade. Bereits am 18. März 1849 wurde er zum Generalmajor befördert.
Ludowig wurde am 24. Mai 1855 mit dem Charakter als Generalleutnant pensioniert. Er starb 21. Juni 1870 in Lüneburg.
Bereits 1850 erhielt er das Kommandeurskreuz I. Klasse des Guelphen-Ordens.
Familie Ludowig heiratete am 19. August 1827 in Lüneburg Dorothea Margaretha Johanna Elisabeth von Becker (* 24. November 1802; † 25. April 1882). Das Paar hatte mehrere Kinder: Hartwig Ernst Hermann Friedrich (* 19. Mai 1828; † 9. Juni 1911), Besitzer von Heiligenthal bei Lüneburg ⚭ Luise Emilie Georgine Olga von Bothmer (* 13. Dezember 1844)Genealogisches Taschenbuch des Uradels, Band 2, 1893, S.100 Karl Friedrich Harry Julius Adolf (* 25. Mai 1833; † 16. Juni 1918), königlich preußischer Generalmajor und Kommandeur des Kürassier-Regiments „von Driesen“Bogislav von Kleist, Die Generale der Königlich Preußischen Armee von 1840-1890, S.1017 ⚭ 1860 Marie Konradine von der Horst (* 28. September 1836; † 16. März 1916)
Literatur Bernhard von Poten, Die Generale der Königlich Hannoverschen Armee und ihrer Stammtruppen in Militär-Wochenblatt: Beihefte, 1902, S. 313 Nr. 396 Genealogisches Taschenbuch der Ritter- und Adels-Geschlechter, Band 3, S. 448 North Ludlow Beamish: Geschichte der koeniglich deutschen Legion. Teil 2, . Gothaisches genealogisches Taschenbuch der adeligen Häuser. Teil B, 1922, S. 569
Einzelnachweise
Kategorie:Kommandeur I. Klasse des Guelphen-Ordens Kategorie:Generalleutnant (Hannover) Kategorie:Adliger Kategorie:Geboren 1787 Kategorie:Gestorben 1870 Kategorie:Mann