The Pleasure Is Mine (Originaltitel: El placer es mío) ist ein argentinisch-französisch-brasilianischer Spielfilm von Sacha Amaral aus dem Jahr 2024. Der Film ist Amarals Langfilmdebüt.

Handlung Der 20-jährige Antonio lebt in Buenos Aires. Er bewegt sich zwischen Sexdates, Drogengeschäften, Gelegenheitsdiebstählen und wechselnden emotionalen Abhängigkeiten. Er nutzt seine physische Attraktivität, um andere Menschen für sich einzunehmen. Nach sexuellen Begegnungen bestiehlt er seine Partnerinnen und Partner. Auch seiner Freundin Lu gegenüber verhält er sich unzuverlässig und nutzt sie finanziell aus.

Antonio wohnt bei seiner Mutter Viviana und deren Partner Tino. Die Beziehung innerhalb dieses Haushalts ist von Nähe, Vorwürfen und Eskalationen geprägt. Auch mit Paco, einem älteren Mann aus seinem Umfeld, und mit dem Drogendealer José entstehen Beziehungen, in denen Begehren, Abhängigkeit und Ausbeutung ineinandergreifen. Während Antonio sich immer wieder der Verantwortung entzieht, wird die Möglichkeit einer Flucht aus Buenos Aires und eines Neuanfangs im Süden Argentiniens zu einem wiederkehrenden Motiv.

Veröffentlichung The Pleasure Is Mine wurde 2024 beim Buenos Aires International Festival of Independent Cinema (BAFICI) im internationalen Wettbewerb gezeigt. In Argentinien kam der Film im Juni 2024 in die Kinos. In Deutschland wurde der Film von Salzgeber als spanische Originalfassung mit deutschen Untertiteln ausgewertet.

Rezeption Diego Batlle schrieb in Otros Cines, dass sich Sacha Amarals Langfilmdebüt aus Antonios rastloser Bewegung eine wachsende Spannung speist. Der Film zeige intime Szenen, in denen Liebe und Zärtlichkeit ebenso sichtbar würden, wie Verzweiflung, Abhängigkeit, Demütigung, Gewalt und Selbstzerstörung.

Diego Lerer beschrieb den Film in Micropsia Cine als nervöses, angespanntes Porträt einer Figur, die durch Lügen, Diebstahl und sexuelle Beziehungen soziale und emotionale Grenzen austestet. Der Film habe eine Nähe zum zeitgenössischen französischen Kino und zugleich eine fassbinderhafte Seite, in der er durch einen nicht unbedingt sympathischen Protagonisten, von Straßen, Zimmern, Betten, Sex und Geld erzählt.

Savina Petkova beschreibt The Pleasure Is Mine in Cineuropa als ein lebendiges Porträt eines jungen Mannes, der zugleich nichts und alles begehre. Sie hob die Mehrdeutigkeit der Hauptfigur, die Darstellung von Max Suen und Amarals sparsamen Inszenierungsstil hervor, der Szenen atmen lasse und den Figuren Raum gebe.

Andreas Köhnemann hob in Sissy hervor, dass der Film besonders offen für die Ambivalenz seiner Figuren sei. Antonio und sein Umfeld würden moralische Grenzen überschreiten und einander verletzen. Dennoch erzähle Sacha Amaral keine nihilistische Geschichte, vielmehr bliebe im Film immer die Möglichkeit von Liebe, Ausweg, Wiedergutmachung oder Neubeginn bestehen.

Auszeichnungen

2024: Buenos Aires International Festival of Independent Cinema – Gran Premio, ex aequo mit A paixão segundo G.H. von Luiz Fernando Carvalho 2024: BAFICI – FEISAL-Preis für den besten lateinamerikanischen Langfilm eines lateinamerikanischen Filmschaffenden unter 40 Jahren 2024: BAFICI – PELIPLAT-Preis

Weblinks

The Pleasure Is Mine beim deutschen Verleih Salzgeber The Pleasure Is Mine bei Patra Spanou Film

Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 2024 Kategorie:Argentinischer Film Kategorie:Brasilianischer Film Kategorie:Französischer Film Kategorie:Homosexualität im Film