Guéréo ist ein Dorf im zentralen Westen Senegals. Es ist Teil der Gemeinde (commune) Sindia im Département Mbour der Region Thiès. Es verfügt über eine touristische Infrastruktur als Seebad.
Geographische Lage Das Dorf Guéréo liegt mit viereinhalb Kilometer Küstenlänge als eines von mehreren Seebädern an der Petite-Côte. Allerdings ist Guéréo von den benachbarten Küstenorten Popenguine-Ndayane im Norden und Somone im Süden abgeschnitten, im Norden durch die Steilklippen des Cap de NazeCap de Naze und im Süden durch den über eine Lagune in den Ozean mündenden Fluss Somone.Somone-Mündung bei Geonames Aber mit Fluss und Lagune hat der Ort zugleich mit der Gemeinde Somone jenseits der Lagune und den im Binnenland benachbarten Dörfern ThiafouraThiafoura bei Geonames und SorokhassapSorokh Khassab bei Geonames Anteil an dem für die Bewohner wirtschaftlich bedeutsamen Schutzgebiet Aire Marine Protégée de La Somone. Die Ortsmitte liegt 41 Kilometer südöstlich von Dakar und 18 Kilometer nordwestlich der Départementspräfektur Mbour.Entfernungen messen mit Google Maps
Geschichte 1445 gelangte der Portugiese António Fernandes bis zu dem im Norden bei Popenguine-Ndayane liegenden Cabo dos Mastros, dem heutigen Cap de Naze.Cap de Naze In der Folgeexpedition ein Jahr später erkundete er die Küste erneut und an Guéréo vorbei weiter bis in den Süden des heutigen Guinea.
Guéréo war ein traditionelles Fischerdorf, bis es im 20. Jahrhundert wegen seiner breiten Strände und des angenehmen Klimas für den Tourismus entdeckt wurde.
Nach dem Zensus von 1988 umfasste die seit 1972 bestehende Landgemeinde Nguékhokh 20 Dörfer (villages), zu denen auch die Küstenorte Guéréo (3771 Einwohner), Ngaparou (2885 Einwohner) und Somone (1493 Einwohner) zählten. Als der Hauptort Nguékhokh 1996 aus der Landgemeinde herausgelöst wurde und den Status einer städtischen Gemeinde erlangte, wurde Sindia neuer Hauptort. Im Juli 2008 wurden die Dörfer Ngaparou und Somone aus der communauté rurale de Sindia herausgelöst und erhielten per Dekret den Status von städtischen Gemeinden (communes). Guéréo verblieb als einziger Küstenort bei der Landgemeinde, die allerdings wenig später, im Jahr 2014, zusammen mit allen Landgemeinden Senegals, ebenfalls den Status als Gemeinde erlangte.
Bevölkerung Nach dem Zensus von 1988 hatte das Dorf Guéréo 3771 Einwohner und lag damit nach Einwohnerzahl in der Landgemeinde an zweiter Stelle und nicht weit hinter dem damaligen Hauptort Nguékhokh (4574 Einwohner) und weit vor dem späteren Hauptort Sindia (686 Einwohner).Recensement Général de la Population et de l'Habitat 1988: Link zum PDF-Download der Rapports je Region - ; alle Dörfer und Weiler (CR Nguékhokh) siehe Seite 11 der Datei Im Jahr 2013 wurde für Guéréo von 7825 Einwohnern ausgegangen und war damit die bei weitem größte Ortschaft im Gemeindegebiet, während der Hauptort Sindia 2527 Einwohner zählte.
Verkehr Das Dorf Guéréo wird nicht von dem Fernstraßennetz Senegals erschlossen. Von der N 1 zweigt in Sindia eine elf Kilometer lange asphaltierte Stichstraße Richtung Guéréo nach Südwesten ab und endet hier. Unterwegs passiert sie die Anschlussstelle 14 Sindia der parallel zur N1 geführten mautpflichtigen Autoroute 1, neun Kilometer von Guéréo entfernt.
Über den in Diass 16 Kilometer entfernt gelegenen Flughafen Dakar-Blaise Diagne ist Guéréo an das internationale Luftverkehrsnetz angeschlossen.
Wirtschaft mini|Bade- und Ausflugstourismus an der Mündung der Lagune Seitdem im Jahr 1999 die Aire Marine Protégée de La Somone geschaffen wurde, hat die Gewinnung und Vermarktung der Erzeugnisse der Lagune und ihrer touristischen Reize wirtschaftlich an Bedeutung zugenommen, namentlich die Ökologische Aquakultur, die Austernzucht und der Ökotourismus. So wurde das Schutzgebiet zu einer Quelle der Erwerbstätigkeit für viele Bewohner der umliegenden Orte.
Einzelnachweise
Weblinks Guéréo bei Geonames
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