Die Thorwalder Wände ist eine ca. 2 km lange Felsenregion, die sich in der hinteren Sächsischen Schweiz östlich über den Großen Zschand auf ca. 425–450 m erhebt. Der höchste Punkt ist am Langen Horn mit 451 m.Rolf Böhm: Wanderkarte der Sächsischen Schweiz, Großer Zschand, 1:10000. 2. Auflage, 2001, ISBN 3-910181-03-1. Die Felsen bestehen aus den Sandsteinen der Stockwerke d und e nach Lamprecht.
Wanderwege Bereits 1812 waren die Thorwalder Wände durch Wege erschlossen: „Denn bald führt er (der Weg) hart an einer ungeheuern Wand nahe am Rande grausender Tiefen fort, bald muss man sich durch enge Spalte drängen, bald die Hände zu Hilfe nehmen, um auf gewisse Höhen zu klimmen. Jedoch kann derjenige, welcher weder furchtsam noch schwindlicht ist, ihn ohne Bedenken betreten. Denn es ist der gewöhnliche Weg der Holzmacher und Breuselbeerweiber. Hat man auf diesem Weg die Höhe der Thorwalder Wände erreicht, so sieht man sich mit Erstaunen mitten in einer Welt der prächtigsten Felsenwände versetzt, welche von den Gipfeln der höchsten Berge stolz heraus steigen und den langen kaum übersehbaren Reihen einen langen halb Zirkel bilden, der durchaus keine Beschreibung zulässt.“Wilhelm Leberecht Götzinger: Schandau und seine Umgebungen oder Beschreibung der sächsischen Schweiz. 2. Auflage, Dresden 1812, Fotomechanischer Neudruck der Originalausgabe, Zentralantiquariat der Deutschen Demokratischen Republik, Leipzig 1973, S. 396.
Der Gratweg über den Kamm der Thorwalder Wände war auch in Richters Reiseführer 1914 verzeichnet; „Nun führt der Weg auf dem Rücken der Thorwalder Wände weiter. Die Wanderung über Stufen oft auf und abwärts ist sehr mühevoll, sie ist trotz mancher hübscher Blicke im Ganzen nicht lohnend“.Richters Reiseführer Sächsische Schweiz. 2. Auflage, Berlin / Hamburg / Leipzig 1914, S. 133. Der Weg, der mehr als 20 Seitenschlüchte quert, wurde 1954 erneuert. Ende der 1970er Jahre wurde der Weg aus Naturschutzgründen gesperrt und zurückgebaut.
Der Reitsteig, als einziger offizieller Wanderweg (neben Bergpfaden, die ausschließlich als Zugang zu Kletterfelsen erlaubt sind) in den Thorwalder Wänden schlängelt sich auf der Grenzschicht zwischen den Stufen c und d (nach Lamprecht) westlich der Thorwalder Wände vom großen Hochhübelweg bis zur Hickelhöhle.
Zugang Der Zugang zum Reitsteig erfolgt von Großen Zschand über den Großen Hochhübelweg oder über die Hickelschlüchte. Von Osten kann man z. B. vom Kirnitzschtal aus über die Hinteren Pechschlüchte zur Hickelhöhle gelangen.
Die Seitentäler wie z. B. die Löfflerschlüchte sind aus Naturschutzgründen gesperrt und durch Totholz derzeit (2026) praktisch unpassierbar.
Klettergipfel im Bereich der Thorwalder Wände Im Bereich der Thorwalder Wände befinden sich folgen Klettergipfel.Dietmar Heinicke (Hrsg.): Kletterführer Elbsandsteingebirge Sächsische Schweiz Ostteil. Sportverlag Berlin 1982, S. 387–413.
Christelschluchtnadel Zeichengrundspitze Zeichengrundturm Unterer Hickelturm Vorderer Hickelturm Langes Horn Hinterer Hickelturm Dreiblockstein Hickelkopf Kleiner Edelweißturm Großer Edelweißturm Klingermassiv Litfasssäule Krampus Hirschsuhlenturm Tarzan Reitsteigwächter Thorwalder Wächter Thorwalder Turm Brötchen Backofen Erreichturm Gewitterstein Pfingststein Thorwaldstein Thorwaldwand Dreiwinkelgrundwächter Dreiwinkelgrundturm Schreckensteiner Turm
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Kategorie:Berg in der Sächsischen Schweiz