Wilhelm von Kalckreuth (* 20. September 1816 in Charlottenburg; † 5. Januar 1896 in Hohenwalde (Kreis Landsberg)) war ein preußischer Geheimer Regierungs- und Landrat und Stiftshauptman.
Herkunft Wilhelm von Kalckreuth war Angehöriger des schlesischen Adelsgeschlechts Kalckreuth. Er war ein Sohn von Ferdinand Heinrich Wilhelm von Kalckreuth (1768–1829), königlich preußischer Oberstleutnant, und dessen dritter Ehefrau Friederike Adolfine Auguste (1788–1829), geb. von Goertzke aus dem Hause Großbeuthen.
Leben Wilhelm von Kalckreuth wurde im Jahr 1844 vom Kapitel des Kloster Stift zum Heiligengrabe in der Nachfolge des zurückgetretenen Theodor von Avemann zum neuen Stiftshauptmann gewählt. Die Bestätigung durch König Friedrich Wilhelm IV. erfolgte am 26. Juni 1844. Bereits nach kurzer Zeit geriet von Kalckreuth – so wie schon sein Vorgänger von Avemann – mit der Äbtissin des Klosters Heiligengrabe Luise von Schierstedt in Streitigkeiten. Am 18. Juli 1846 bestätigte Friedrich Wilhelm IV. zwar, das die Stelle des Stiftshauptmanns entbehrlich sei, er aber noch warten wolle, bis für ihn eine andere Stelle beim Staatsdienst verfügbar sei. Ab dem Jahr 1850 amtierte er in der Nachfolge von Hans von Kröcher bis 1853 als zweiter Landrat des Landkreises Ostprignitz. Unter Anrechnung seiner Dienstjahre in Heiligengrabe wurde von Kalckreuth dann als 1. Regierungsrat nach Stettin versetzt.
Persönliches Wilhelm von Kalckreuth war Herr auf Hohenwalde und Rechtsritter des Johanniterordens von der Ballei Brandenburg.
Familie Wilhelm von Kalckreuth war in erster Ehe seit dem 23. Juli 1843 in Schleusingen mit Marie (1826–1860), geb. Freiin von Uslar-Gleichen, verheiratet. Die Kinder aus dieser Ehe waren: Alfred Leo (* 22. Februar 1846) Hertha Marie Magdalene (1847–1895) Emma Leopoldine Marie (* 26. Mai 1849) Johannes Karl Wilhelm (* 30. April 1851) Emilie Antonie Johanne (* 12. Februar 1853) Walter Emanuel (* 18. September 1855) Johannes Leopold (* 25. April 1860) In zweiter Ehe heiratete er in Köthen am 2. Juni 1861 Laura (1824–1866), geb. Marschall von Bieberstein. Aus dieser Ehe entstammt die Tochter Klara Kornelia (* 26. März 1862). In dritter Ehe vermählte er sich am 9. Februar 1888 in Mahndorf mit Adelheid (* 30. Mai 1851), geb. Freiin Hiller von Gaertringen.
Literatur Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. 1900. Erster Jahrgang. Justus Perthes, Gotha 1899, S. 455 Genealogisches Taschenbuch des Uradels, Band 2, von Alexander Freiherrn von Dachsenhausen, Brünn 1893, Druck und Verlag von Friedrich Irrgang S. 256 ff. Chronik des Klosters zum Heiligengrabe – Von der Reformation bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts, von Werner von Kieckebusch, August 2008, Lukas Verlag S. 167 f. ISBN 978-3-86732-040-5 Lesezeiten – Die Bibliothek im Kloster Stift zum Heiligengrabe von 1600 bis 1900, Friederike Ruprecht (Hrsg.), 2011, Lukas Verlag S. 96 ISBN 978-3-86732-110-5 Handbuch für den deutschen Adel, von Emil von Maltitz, Berlin 1892, Verlag von Mitscher & Röstell S. 43 f.
Kategorie:Landrat (Landkreis Ostprignitz) Kategorie:Adliger Wilhelm Kategorie:Geboren 1816 Kategorie:Gestorben 1896 Kategorie:Mann Kategorie:Wikipedia:Geburts- oder Sterbeort unbekannt