Der Fleckenbrust-Brillenvogel (Heleia muelleri, Syn.: Lophozosterops muelleri) ist eine Vogelart aus der Familie der Brillenvögel. Der e Artzusatz bezieht sich auf Salomon Müller.

Der Vogel kommt nur auf Timor, Jaco und Semau vor, die zu den Kleinen Sundainseln gehören. Sie ist damit eine der endemischen Arten in der Timor and Wetar Endemic Bird Area.BirdLife International: Timor and Wetar (Endemic Bird Areas of the world), abgerufen am 25. August 2012 Das Verbreitungsgebiet umfasst tropischen oder subtropischen, feuchten Tieflandwald und Bergwald, Primärwald, hochgewachsenen Sekundärwald, auch Bauminseln mit geschlossenem Kronendach in Lagen bis 1300 m. ü. M.

Merkmale Die Art ist 13–14 cm groß und wiegt etwa 17 g. Stirn und Kopfkappe sind schwarz mit gelblich-grünen Federrändern, der Überaugenstreif ist zitronengelb, über dem Auge finden sich einige kleine blassgelbe Federn, ohne dass ein Augenring gebildet wird, dazu gibt es einen breiten schwarzen Zügel. Der schwarze Nacken geht in die dunkel olivfarbene Oberseite über. Flugschwingen und Steuerfedern sind schwärzlichbraun mit breiten grünen Rändern. Die Kehle ist hellgelb, die Unterseite gelblich-weiß mit großen dunkelgrauen Flecken, an der Brust größer. Die Iris ist rotbraun, der Schnabel gräulich-schwarz, die Beine sind grünlich-grau bis graublau. Die Geschlechter unterscheiden sich nicht. Jungvögel sind matter gefiedert mit gefleckter Kopfkappe und noch kaum Brustflecken.

Geografische Variation Die Art ist monotypisch.

Stimme Der Gesang wird als unmelodisches Rasseln über 3 bis 4 Sekunden beschrieben, aus 10–20 sehr schnellen Lauten bestehend, ansteigend, dann abfallend.

Lebensweise Die Nahrung besteht hauptsächlich aus kleinen Früchten, wohl auch aus Insekten. Meist wird ruhelos, paarweise und in kleinen Gruppen, auch in gemischten Jagdgemeinschaften in mittlerer Wuchshöhe und in den Wipfeln fruchttragender Bäume gesucht. Die Familienmitglieder pflegen sich gegenseitig.

Küken wurden im Juni und September gesichtet.

Gefährdungssituation Der Bestand gilt als nicht gefährdet (Least Concern), im Jahre 2016 galt er noch als potentiell gefährdet (Near Threatened) durch Habitatverlust.

Literatur K. J. G. Hartlaub: H[eleia] Mülleri. In: Journal für Ornithologie, Band 13, Nummer 73, S. 26, 1865, Biodiversity Library Otto Finsch: Das Tierreich. Lieferung 15: Zosteropidae. Friedländer, Berlin 1901, S. 47, PDF

Weblinks

Macaulay Library

Einzelnachweise P. H. Barthel, C. Barthel, E. Bezzel, P. Eckhoff, R. van den Elzen, Ch. Hinkelmann & F. D. Steinheimer: Die Vögel der Erde - Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen, 3. ergänzte Auflage, 2022, PDF B. van Balen: Timor Heleia (Heleia muelleri), version 1.0. In: J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie und E. de Juana (Herausgeber): Birds of the World. 2020, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA, Heleia muelleri J. A. Jobling: A Dictionary of Scientific Bird Names. Oxford University Press. 1991. ISBN 0-19-854634-3. AviList Core Team. 2025. AviList: The Global Avian Checklist, v2025. AviList.v2025 IOC World Bird List 15.2 Sylviid babblers, parrotbills, white-eyes

Kategorie:Brillenvögel Kategorie:Endemisches Tier Indonesiens