Craig O’Neil Grant (* 18. Dezember 1968 in New York City, New York; † 24. März 2021 in Wilmington, North Carolina) war ein US-amerikanischer Schauspieler und Poet, der auch unter seinen Künstlernamen Craig „muMs“ Grant und „muMs da Schemer“ (auch: muMs the Schemer) bekannt war und durch Poetry-Slam bekannt wurde. Er trat als Arnold „Poet“ Jackson in der Fernsehserie Oz – Hölle hinter Gittern auf und war von 1996 bis 2022 auf der Bühne und vor der Kamera aktiv.

Leben Grant wurde 1968 in New York City geboren und verbrachte seine Kindheit in der Bronx. Sein Vater Samuel arbeitete als Schlosser und Zimmermann am Montefiore Hospital, seine Mutter Theresa Maxwell war Lehrerin. Er besuchte die Mount St. Michael Academy High School. Erste Aufmerksamkeit als Dichter und Künstler erhielt er durch die Dokumentation SlamNation, die ihn und die anderen Mitglieder des „Nuyorican Poetry Slam Teams“ von 1996 (Saul Williams, Beau Sia und Jessica Care Moore) bei ihrem Auftritt beim National Poetry Slam 1996 begleitete.

Grant nahm den Namen „muMs“ im Alter von 20 Jahren an, als er in einer Rap‑Gruppe auftrat. Da er noch leichte Spuren eines kindlichen Lispelns hatte, schlug ein Freund den Namen „Mumbles“ vor, den Grant zu „muMs“ verkürzte – als Akronym für „manipulator under Manipulation shhhhhhh!“.

Die Autorin Cristin O’Keefe Aptowicz schrieb über Grants Zeit in der Slam‑Szene und bemerkte, sein Schreiben sei „Street Poetry in ihrer reinsten Form. Nachdenklich, präzise, aber nicht ohne Humor – seine Arbeit sprach ehrlich über das Leben, das er, seine Freunde und seine Familie führten, und über die Stadt, die er liebte.“

Grant trug seine Gedichte in der zweiten bis vierten Staffel von Def Poetry Jam vor und war Mitglied der Labyrinth Theater Company in New York City. Er trat in den Jahren 2003 und 2004 sowie 2007 und 2008 bei den 24 Hour Plays im American Airlines Theatre am Broadway auf. Im Oktober 2007 spielte er eine Rolle in A View from 151st Street, einem Theaterstück über Menschen, die versuchen, ihr Leben nach einer Schießerei wieder aufzubauen.

Im September 2014 schrieb er A Sucker Emcee, eine Mischung aus Hip-Hop und Slam‑Poetry, basierend auf persönlichen Erinnerungen. Im Februar 2015 wurde sein Stück Paradox of the Urban Cliché, das von einem jungen Paar in Harlem handelt, im „Wild Project“ als Teil des Poetic License Festivals der Poetic Theater Productions aufgeführt. Im selben Monat spielte er eine Rolle in The Insurgents, einem Stück über Wut unter den „Freien, Tapferen und Entrechteten“, produziert von der Labyrinth Theater Company.

Grant hatte 2016 einen Gastauftritt in der Fernsehserie Luke Cage als Reggie „Squabbles“ und war als wiederkehrender Charakter Ricardo in drei Folgen von Louis C.K.s Webserie Horace and Pete zu sehen. Außerdem trat er in zwei Filmen von Steven Soderbergh auf, in mehreren Filmen von Spike Lee und hatte Nebenrollen in Filmen wie Bringing Out the Dead – Nächte der Erinnerung, It’s Showtime, Birdman oder (Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit) und Good Time. Er übernahm auch Sprechrollen und arbeitete als Motion-Capture-Darsteller für mehrere Computerspiele, darunter The Warriors und Grand Theft Auto IV (GTA 4). Im deutschen Sprachraum wurde Grant unter anderem von Christian Gaul, Stefan Gossler, Gerhard Jilka, Matthias Klages, Paul Matzke, David Nathan, Gerald Paradies, Jan-David Rönfeldt, Paul Sedlmeir, F.G.M. Stegers und Milton Welsh synchronisiert.

Grant starb im Jahr 2021 im Alter von 52 Jahren an Komplikationen von Diabetes mellitus.

Alben 2003: Strange Fruit, Cedar Park Entertainment CPK-1

Literatur

Filmografie (Auswahl) Filme

Fernsehserien

Theater (Auswahl)

Videospiele (Sprechrollen) 2005: The Warriors 2008: Grand Theft Auto IV 2008: Midnight Club: Los Angeles 2009: Grand Theft Auto IV: Episodes from Liberty City (auch Motion Capture) 2009: Grand Theft Auto IV: The Lost and Damned (auch Motion Capture)

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Einzelnachweise

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