mini|Die Lagune der Somone von oben Die Aire Marine Protégée de La Somone (AMP La Somone) ist ein Schutzgebiet an der Petite-Côte im zentralen Westen Senegals zur Erhaltung der Lagune de La Somone als Biotop im Umwelt- und Naturschutz mit Ökologischer Aquakultur im Sinne nachhaltiger Entwicklung. Die Schutzfläche der Lagune umfasst 700 Hektar, einschließlich der küstennahen Meeresgebiete sind es 4098 Hektar.Direction des Aires Marines Communautaires Protégées: RNIC SOMONEAire Marine Protégée de La Somone

Geographische Lage mini|Kostenpflichtiger Zugang zum Lido und zur Lagune Die AMP La Somone beginnt an der letzten knapp zehn Meter langen Brücke, die das Flussbett der Somone überspannt () und reicht von hier rund 5700 Meter nach Südwesten bis zur Mündung der Somone in den Atlantik (). Schließlich gehört noch ein Streifen, der fünf Kilometer weit ins Meer reicht, zu diesem Meeresschutzgebiet.

Von der letzten Somone-Brücke an macht sich die vom Atlantik landeinwärts drängende Gezeitenströmung und der hohe Grundwasserstand im Gewässerbett bemerkbar. Ab zwei Kilometer vor der Küste weitet sich die Somone zu einer Lagune, die sich im Schutz der Küstendünen auf über zwei Kilometer Breite ausweitet und die Ufer unter dem Einfluss der regelmäßigen Gezeitenströmung mit einem Mangrovengürtel amphibisch gestaltet. Der Durchgang der Somone durch den Gürtel der Küstendünen zwischen den Seebädern Somone im Südosten und Guéréo (Teil der Gemeinde Sindia) im Nordwesten ist rund 300 Meter breit und 600 Meter lang. Auf den letzten hundert Metern vor der Mündung in das Meer engt von Somone her eine fast 300 Meter lange Sandbank den Flusslauf weiter ein und dient dem Seebad als eine Art Lido.Entfernungen messen mit Google Maps Hier ist einer der wichtigsten kostenpflichtigen AMP-Zugänge, weil der Bootshafen (Base nautique) für Fahrten auf der Lagune hier in der Nische zwischen Lido und Festland liegt.

Geschichte Das Réserve Naturelle d’Intérêt Communautaire de la Somone (RNICS) wurde 1999 gegründet und war eines der ersten Schutzgebiete in Senegal, das auf den Willen der lokalen Gemeinschaften zurückging. Frauen der Dörfer Guéréo, Somone, ThiafouraThiafoura bei Geonames und SorokhassapSorokh Khassab bei Geonames hatten beschlossen, zur Erhaltung der Mangrovenbestände in der Lagune, ihrer Lebensgrundlage, hunderttausende von Mangrovensprossen zu pflanzen. Zu ihrer Unterstützung beschloss der Rat der Landgemeinde Sindia 1999, zu der damals alle vier beteiligten Dörfer gehörten, die Schaffung eines kommunalen Naturreservates (RNICS) als rechtlichen Rahmen. Im Jahr 2020 wurde das RNCIS durch Präsidialdekret vom 27. Mai 2020 mit Ausdehnung auf Küstengewässer in ein Meeresschutzgebiet Aire Marine Protégée de La Somone verwandelt, nicht zuletzt weil die Internationale Gemeinschaft schon seit Langem die Steigerung des Anteils der geschützten marinen Ökosysteme zum Ziel hat und weil seit der Ausgliederung von Somone aus der Landgemeinde Sindia im Jahr 2008 deren Beschlüsse nicht mehr für das ganze Schutzgebiet bindend sein konnten.

Organisation mini|Zugang zum Ökopfad der AMP La Somone Das technische Personal zur Verwaltung des Schutzgebietes steht unter Leitung eines Konservators des Ministère de l’Environnement, du Développement Durable et de la Transition Ecologique (Ministerium für Umwelt, nachhaltige Entwicklung und ökologischen Wandel). Die Verwaltungsaufgaben teilen sich drei Gremien: ein Verwaltungsausschuss, ein Lenkungsausschuss und ein wissenschaftlich-technischer Ausschuss. Jedem Ausschuss gehören Vertreter der verschiedenen Gruppen an, die an dem Betrieb der Schutzzone wirtschaftlich interessiert sind (Groupement d’Intérêt Economique – GIE), wie Bootsführer, Anwohner, Gastronomen, Hoteliers, Kunsthandwerker und nicht zuletzt die Gruppe der Frauen, die den Anstoß zur Schaffung des Naturreservats gegeben haben und ihren Lebensunterhalt mit den Erzeugnissen der Lagune bestreiten. Auch Vertreter des Staates und lokaler Behörden sind beteiligt.

Als Eco Gardes sorgen 13 freiwillige Umwelthelfer aus den vier umliegenden Ortschaften dafür, dass an den sieben Zugängen des AMP Besuchsgenehmigungen ausgegeben werden und sie überwachen im ganzen Gebiet die Einhaltung der Verhaltensmaßregeln. Wenn man ihnen begegnet, stehen sie für Auskünfte gerne zur Verfügung.

Flora und Fauna mini|Kolonie des Kuhreihers auf Mangrovenwipfeln mini|Winkerkrabben auf einer Sandbank, deren Betreten verboten ist Flora und Fauna des Schutzgebietes zeichnen sich aus durch: artenreiche Bestände an Mangrovenwald (vorwiegend Rhizophora) hohe Vogelvielfalt mit mehr als 52 nachgewiesene Arten, darunter Kormoran (Phalacrocorax carbo) Kolonien des Kuhreihers (Bubulcus ibis) Fischadler (Pandion haliaetus) Raubseeschwalbe (Sterna caspia) Rosaflamingo (Phoenicopterus roseus) zehn identifizierte Säugetierarten mehrere Reptilienarten reichhaltige und vielfältige Insektenwelt Brutgebiet der Grüne Meeresschildkröte (Chelonia mydas) reichhaltige und vielfältige Meeresfauna, darunter Weichtiere wie Muscheln und Schnecken und Krebstiere wie die Winkerkrabbe crabe violoniste (Uca sp.) und nicht zuletzt mehrere Fischarten

Wirtschaft Seit dem Jahr 1999 hat die Ökologische Aquakultur, namentlich die Austernzucht, an Bedeutung zugenommen. Der Ökotourismus steigerte die Vielfalt an Übernachtungsangeboten und in der Gastronomie sowie die Angebote an Bootstouren durch die Lagune. So wurde das Schutzgebiet zu einer Quelle der Erwerbstätigkeit für viele Bewohner der umliegenden Orte.

Einzelnachweise

Kategorie:Region Thiès Kategorie:Schutzgebiet (Umwelt- und Naturschutz) im Senegal Kategorie:Schutzgebietsgründung 1999