Johann Wilhelm von Tevenar (auch Johann Wilhelm Tevenar) (* 14. April 1724 Gut Hisfeld in Kleve; † 6. Dezember 1797 in Magdeburg) war ein preußischer Regierungspräsident.

Herkunft Johann Wilhelm von Tevenar war ein Sohn von Johann von Tevenar (* um 1690), Erbherr auf Hisfeld im Herzogtum Kleve.

Leben Johann Wilhelm von Tevenar immatrikulierte sich am 9. April 1742 an der Universität Jena für ein Studium der Jurisprudenz. Nach Ende seines Studiums war er zunächst ab 1747 als Referendar bei der Regierung Kleve-Mark, sowie später als Landrichter in Hagen tätig. Nach seiner Ernennung zum Kammergerichtsrat in Berlin am 7. Januar 1753 wurde er einige Zeit später als Regierungrat nach Stettin versetzt. Im Rahmen der Neuerrichtung des Altmärkischen Obergerichts wurde von Tevenar am 25. Juli 1753 von König Friedrich Wilhelm II. als dessen neuer Direktor bestätigt. Im Mai 1763 folgte die Ernennung zum Regierungsdirektor in Magdeburg, wo er die Nachfolge von Peter Homfeld antrat. Am 9. März 1778 ersuchte er vergeblich um eine Adelserneuerung. Die Adelsanerkennung erhielt er dann im Jahr 1781. Nach Vorschlag durch den preußischen Justizminister von Carmer wurde von Tevenar am 22. Mai 1783 zum Präsidenten der Magdeburger Regierung ernannt, wo er den bisherigen Amtsinhaber Johann Friedrich von Alvensleben ablöste. Das Amt als Regierungspräsident übte er bis zu seinem Tod im Jahr 1797 aus, ihm im Amt folgte Wilhelm von Vangerow.

Persönliches Johann Wilhelm von Tevenar war Mitbesitzer des Guts Hisfeld, sowie Lehnsbesitzer in Gröningen. Er war seit 1765 in Magdeburg mit Marie Louise, geb. von Stahl (1734–1814), verheiratet.Berlinische Nachrichten von Staats- und gelehrten Sachen, 9. August 1814 S. 16 Aus der Ehe gingen mehrere Söhne hervor, darunter: Carl Friedrich Wilhelm (1769–1856), preußischer Regierungsrat Ernst Christian Gottlieb (* 1772), preußischer Hofgerichtsrat Alexander Christian George (1774–1808), preußischer Regierungsrat Joahnn Christoph Ludwig (* 1780), Assessor

Publikationen 1772: Anmerkungen über die Kunst zu referieren 1777: Versuch über Rechtsgelehrsamkeit 1780: Theorie der Beweise im Civil-Process 1780: Theorie der Beweise im Civilprozeß, mit Zusätzen von Jo F. Jury, 1805. von Tevenar Theorie der Beweise im Civilprozeß, Magdeburg und Leipzig 1780, bei Joachim Ernst Scheidbauer (Digitalsat)

Literatur

Geschichte der Deutschen Rechtswissenschaft, 1. Halbband, von Ernst Landsberg, München und Leipzig 1898, Druck und Verlag von R. Oldenbourg S. 287 Europäisches genealogisches Handbuch, von Gottlob Friedrich Krebel, Leipzig 1784, Johann Friedrich Gleditschens Handlung S. 140

Weblinks Tevenar, Johann Wilhelm von in Deutsche Biographie Tevenar, Johann Wilhelm von (1723–1797)  bei Kalliope

Einzelnachweise

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