mini|Weibchen Ende Juli an Bärenklau mini|Weibchen mini|Flügeladerung Catharosia pygmaea ist ein Zweiflügler aus der Unterfamilie der Wanzenfliegen (Phasiinae). Die Art wurde von Carl Fredrik Fallén 1815 als Thereva pygmaea erstbeschrieben. Das Art-Epitheton leitet sich aus dem Altgriechischen ab und bedeutet in etwa „zwergenhaft“.
Merkmale Die sehr kleinen Fliegen sind 2,5–3 mm lang. Die Männchen sind vollständig schwarz, während die Weibchen gelbbraune Coxae, Trochanteren und Femora aufweisen. Weiterhin ist bei den Weibchen gewöhnlich das erste sichtbare Hinterleibssegment hellbraun gefärbt. Die Facettenaugen der Weibchen sind im Gegensatz zu den Männchen deutlich voneinander getrennt. Charakteristisch für die Gattung ist die Flügeladerung. Der Stiel von Flügelzelle R5 ist länger als die Spitzenquerader. Die Calyptrae (größerer Lappen am Hinterrand der Flügel) sind schmal und abgespreizt. Der Hinterleib ist glänzend und ohne Bereifung. Bei den Weibchen befindet sich am Postabdomen ein Legestachel, davor ein auffallendes Dörnchenfeld. Bei Catharosia pygmaea sind die Flügel im vorderen Bereich deutlich verdunkelt. Der Legestachel ist gekrümmt. Die Cerci haben maximal die halbe Ovipositorlänge.
Verbreitung Die Art weist eine paläarktische Verbreitung auf. In Europa ist sie weit verbreitet. Das Vorkommen reicht von Großbritannien und Fennoskandinavien im Norden bis in den Mittelmeerraum und auf die Iberische Halbinsel. Nach Osten reichen die Funde bis nach Zentralasien und Ost-Sibirien.
Lebensweise In Mitteleuropa weist Catharosia pygmaea zwei Generationen im Jahr auf. Die Flugzeiten sind von Mitte Mai bis Ende Juni sowie von Ende Juli bis Mitte September. Die Art bevorzugt trockene, offene Landschaften. Catharosia pygmaea gilt lokal als nicht selten. Catharosia pygmaea ist bekannt als ein Endoparasitoid von Beosus maritimus aus der Wanzenfamilie Rhyparochromidae.
Einzelnachweise
Weblinks
Kategorie:Raupenfliegen Kategorie:Tachinidae