Adolf Johann Friedrich Eberhard von Wickede (* 5. Oktober 1865 in Tangrim; † 17. Juli 1917 in Neubabelsberg) war ein preußischer Offizier, zuletzt Oberst. Ab 1907 war er für neun Jahre Mitglied im Militärkabinett in Berlin.
Leben
Herkunft Adolf von Wickede war ein Sohn des Herrn auf Below Otto von Wickede (1838–1873) und Auguste, geb. Rust (* 1842). Er entstammte der Mecklenburgischen Linie derer von Wickede, 1. Ast, 1. Zweig.
Werdegang Adolf von Wickede besuchte das Königliche Gymnasium in Wittstock, was er zu Ostern 1886 verließ.
Er trat in die Armee ein und war in der Folge im Grenadier-Regiment Nr. 89. 1900 wurde Oberleutnant von Wickede als Adjutant zum Gouvernement von Ulm kommandiert. Zu dieser Zeit war sein zukünftiger Schwiegervater, Generalleutnant, später General der Infanterie Fedor von Brodowski, Gouverneur der Festung Ulm. In dieser Position wurde von Wickede im Januar 1901 Hauptmann. 1903 kam er als Kompaniechef in sein Stammregiment zurück und wurde 1907 von hier nach Berlin versetzt. Ab 1907 war er Mitglied im Militärkabinett in Berlin, wurde am 21. März 1908 zum MajorRangliste der Königlich Preußischen Armee und des XIII. (Königlich Württembergischen) Armeekorps für 1911. Mittler und Sohn, Berlin, 1911, S. 8. und am 22. März 1913 zum Oberstleutnant befördertRangliste der Königlich Preußischen Armee und des XIII. (Königlich Württembergischen) Armeekorps für 1914. Mittler und Sohn, Berlin, 1914, S. 8..
Ab 27. Juni 1916 war er als Oberst bis zu seinem kriegsbedingten Tod im Juli 1917 Kommandeur des Infanterie-Regiments Nr. 83.mini|Grabstein für Adolf von Wickede auf dem Friedhof Wannsee, Lindenstraße, 2026 Adolf von Wickede starb am 17. Juli 1917 an seinen Kriegsverletzungen. Das Grab von ihm befindet sich auf dem Friedhof Wannsee II in Berlin-Wannsee.
Familie Adolf von Wickede hatte am 1. Oktober 1903 in Berlin Vally, geb. von Brodowski (* 1883), Tochter vom General der Infanterie Fedor von Brodowski, verheiratet.
Auszeichnungen 1903 hatte Adolf von Wickede als Kompaniechef im Grenadier-Regiment Nr. 89 das Ritterkreuz 1. Klasse des Friedrichs-Ordens erhalten. Im Januar 1911 folgte der Kronen-Orden 3. Klasse und im April des gleichen Jahres das Ehrenkreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen. Bis Mai 1911 war er u. a. mit dem Roten Adlerorden 4. Klasse mit der Krone, dem Ritterkreuz mit der Krone des Greifenordens, dem Ritterkreuz des Ordens der Württembergischen Krone, dem Ritterkreuz des Königlich Dänischen Dannebrogordens ausgezeichnet worden und Ritter des Königlich Siamesischen Weißen Elefanten-Orden.
Einzelnachweise
Kategorie:Oberst (Preußen) Adolf Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 4. Klasse Kategorie:Träger des Preußischen Königlichen Kronenordens 3. Klasse Kategorie:Träger des Verdienstordens Philipps des Großmütigen (Ehrenkreuz) Kategorie:Träger des Greifenordens Kategorie:Träger des Ordens der Württembergischen Krone (Ritter) Kategorie:Träger des Friedrichs-Ordens (Ritter I. Klasse) Kategorie:Träger des Dannebrogordens Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1865 Kategorie:Gestorben 1917 Kategorie:Mann Kategorie:Infanterist (Preußen) Kategorie:Befehlshaber im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)