Houston Lee Tumlin (* 27. Dezember 1992 in Pell City, Alabama; † 23. März 2021 in Pelham, Alabama) war ein US-amerikanischer Schauspieler und Sergeant der United States Army.
Leben Tumlin war der Sohn von Craig Tumlin und Michelle Carter (Leigh). Er hatte einen älteren Bruder namens Tyler (* 1988) und eine jüngere Schwester namens Hayden (* 1998). Er besuchte die Victory Christian High School in Pell City und machte dort 2011 seinen Abschluss.
Tumlin verkörperte im Alter von 14 Jahren Walker Bobby, einen der beiden Söhne der von Will Ferrell gespielten Hauptfigur Ricky Bobby, im Film Ricky Bobby – König der Rennfahrer () aus dem Jahr 2006. Im deutschen Sprachraum wurde Tumlin dabei von Johannes Walenta synchronisiert.
Nach dem Ende seiner Schulausbildung begann der ehemalige Kinderdarsteller eine Karriere beim Militär. Er diente fast sechs Jahre lang in der United States Army und wurde 2017 in den Rang eines Sergeants (E‑5) der 101st Airborne Division (101. Luftlandedivision der US-Armee) in Fort Campbell, Kentucky, befördert. Während seiner Dienstzeit von 2014 bis 2019 erhielt er mehrere Auszeichnungen, darunter die Achievement Medal, die National Defense Service Medal, die Global War on Terrorism Service Medal sowie das Air Assault Badge.
Nach dem Militärdienst litt er an einer schweren posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) und an Depressionen. Am Nachmittag des 23. März 2021 nahm sich Tumlin laut der Gerichtsmedizinerin von Shelby County, Lina Evans, durch eine selbst beigebrachte Schussverletzung in seinem Zuhause in Pelham das Leben. Er wurde 28 Jahre alt und hinterließ seine Eltern und Geschwister sowie seine Freundin Charity. Er fand seine letzte Ruhe in den Saint Clair Memorial Gardens.
Im März 2022 gründete Tumlins Mutter in Pell City die gemeinnützige Organisation „The Houston Project“, die psychische Unterstützung und finanzielle Hilfe für Veteranen und deren Familien bereitstellt.
Auszeichnungen Für seine Darstellung wurde er 2006 bei „Stinkers Bad Movie Awards“ in der Kategorie „The Spencer Breslin Award for Worst Performance by a Child“ für den satirischen Antipreis nominiert. Er wurde – in verschiedenen Kategorien – von 1978 bis 2006 durch die Hastings Bad Cinema Society vergeben, hinter der die ehemaligen Platzanweiser Mike Lancaster und Ray Wright aus Los Angeles standen.
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