Robert Patsy Sacchi (* 27. März 1932 in Rom, Königreich Italien; † 23. Juni 2021 in Los Angeles, Kalifornien) war ein italienisch-US-amerikanischer Schauspieler.
Leben Sacchi wurde 1932 als Robert Parsy Sacchi in Rom im ehemaligen Königreich Italien geboren. Er war der Sohn von Marietta D’Urbano und Alberto Sacchi, der als Tischler arbeitete. Die Familie wanderte in die Vereinigten Staaten aus, als Robert noch ein Säugling war; die Familie lebte im Stadtbezirk Bronx in New York City. In seiner Jugend besuchte er die Cardinal Hayes High School, als Freunde und Nachbarn erstmals seine äußere Ähnlichkeit mit Humphrey Bogart bemerkten. Nach der Schulzeit studierte er Betriebswirtschaftslehre und Finanzwesen am Iona College in New Rochelle, bevor er an der New York University einen Masterabschluss erwarb.
Sacchi hatte aus seiner ersten Ehe sechs Kinder: Robert Jr., Barbara, Felicia, Maria, Lisa und Anthony. 1970 heiratete er die peruanische Künstlerin Angela De Herrera; die beiden blieben bis zu seinem Tod 51 Jahre lang verheiratet. Gemeinsam hatten sie zwei Kinder: Trish und den Filmproduzenten John Sacchi.
Sacchi starb nach kurzer Krankheit am 23. Juni 2021 im Barlow Respiratory Hospital in Sherman Oaks, Los Angeles. Er wurde 89 Jahre alt.
Karriere Er begann Anfang der 1970er-Jahre damit, Bogart darzustellen, beginnend mit Woody Allens Tourneekomödie Play It Again, Sam (auch: Aspirins for Three). Er spielte die Rolle auch auf Tourneen am College‑Campus.
Sacchis erste drei Filmauftritte im Jahr 1972 in Das Auge des Bösen, Malta sehen und sterben und Straße zum Jenseits zeigten ihn in Rollen, die mit Humphrey Bogart verbunden waren, indem sie Bogarts Manierismen zitierten.
Sacchi spielte die Titelrolle in der Komödie Sam Marlow, Privatdetektiv aus dem Jahr 1980, die von einem Privatdetektiv handelt, der sich plastischer Chirurgie unterzieht, um Bogart ähnlich zu sehen. Er spielte darin an der Seite von Franco Nero, Michelle Phillips, Olivia Hussey, Yvonne De Carlo, Mike Mazurki und George Raft – in dessen letztem Filmauftritt. Tom Buckley schrieb in der New York Times, Sacchi zeige „beträchtliches schauspielerisches Können in der Titelrolle, auch wenn seine Hoffnungen auf zukünftige Beschäftigung im Film begrenzt erscheinen“. Trotz dieser Einschätzung erhielt er weitere Rollen als Bogart. Dazu gehörte 1990 ein Auftritt im Musikvideo zu I Wish It Would Rain Down von Phil Collins, sowie Sacchis One-Man-Show Bogey’s Back. Er spielte Bogart außerdem in Fernsehserien wie Fantasy Island, Sledge Hammer! sowie in der Cybill-Folge In ihren Träumen und trat 1982 auch als Sänger in Erscheinung mit den Titeln Casablanca und Jungle Queen; das Lied erreichte in Deutschland die Top 10 der Single-Charts.
In einem Interview erzählte Sacchi, dass er „nie gedacht habe, Bogie sei besonders gut aussehend“, und fügte hinzu, dass er „wie die meisten Kinder damals lieber wie Gregory Peck aussehen wollte“.
In den 1990er-Jahren spielte Sacchi kleinere Rollen in Stirb langsam 2 und Blöd und blöder. In der Folge Tote leben länger von Geschichten aus der Gruft aus dem Jahr 1995 lieh Sacchi seine Stimme einer Figur, die Bogart ähnelt; computergeneriertes Filmmaterial von Bogart lieferte die visuellen Elemente. Im selben Jahr hatte er eine Rolle in der Pointman-Folge Mörderische Vision. Einen seiner letzten Filmauftritte hatte er 1999 im Film Eve und der letzte Gentleman.
Im deutschen Sprachraum wurde Sacchi unter anderem von Gottfried Kramer, Frank-Otto Schenk, Klaus Kindler, Klaus Sonnenschein und Jürgen Thormann synchronisiert.
Filmografie (Auswahl)
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
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