Łączno () ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Er gehört zur Stadt-und-Land-Gemeinde Morąg im Powiat Ostródzki. mini|Wiese auf einer Karte von 1799
Geographische Lage Łączno liegt im nördlichen Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, fünf Kilometer nördlich der Stadt Morąg bzw. 26 Kilometer nordwestlich der Kreismetropole Ostróda.
Geschichte Das einst Wiese genannte Dorf gab es schon zur Ordenszeit und wurde etwa 1330 gegründet.Dietrich Lange: Wiese, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) Im Jahre 1437 ist sein Name im Zinsbuch des Ordens verzeichnet.Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Wiese (Landkreis Mohrungen)
Im Jahre 1785 wurde Wiese als königliches Dorf mit 58 Feuerstellen und dem Kirchspiel Mohrungen zugehörig erwähnt, im Jahre 1820 als königliches Bauerndorf mit 63 Feuerstellen bei 325 Einwohnern.
Als 1874 der Amtsbezirk Georgenthal im ostpreußischen Kreis Mohrungen errichtet wurde, gehörte Wiese von Anfang an dazu.Rolf Jehke: Amtsbezirk Georgenthal
863 Einwohner zählte Wiese im Jahre 1885, im Jahre 1910 waren es 813.
Am 30. September 1928 vergrößerte sich Wiese um den Gutsbezirk Neuhof, der eingemeindet wurde.
Die Zahl der Einwohner der auf diese Weise neu formierten Gemeinde Wiese belief sich 1933 auf 916 und 1939 auf 894.Michael Rademacher: Ortsbuch Landkreis Mohrungen
1945 wurde in Kriegsfolge das gesamte südliche Ostpreußen an Polen abgetreten. Wiese erhielt die polnische Namensform „Łączno“ und ist heute eine Ortschaft innerhalb der Stadt-und-Landgemeinde Morąg im Powiat Ostródzki, von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.
Religion Evangelisch Bis 1945 war Wiese evangelischerseits nach Mohrungen im Superintendenturbezirk Mohrungen im namensgleichen Kirchenkreis eingepfarrt und gehörte zur Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union.Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 466 Bei der heute römisch-katholischen Kirche St. Peter und Paul in Morąg erinnert ein Anbau an der Südseite an den Kirchspielort Wiese: der Anbau erfolgte durch Johann Caspar Hindersin im Jahre 1729 und wurde von Stifterfamilien aus Wiese finanziert und als Kapelle und wohl auch Grablege genutzt. Man nannte ihn den „Wieser“ bzw. „Wiesenschen Chor“.Informationszentrum Ostpreußen: Pfarrkirche Peterund Paul in Mohrungen
Die heute in Łączno lebenden evangelischen Kirchenglieder gehören zur Kirchengemeinde Morąg, einer Filialgemeinde von Ostróda in der Diözese Masuren der Evangelisch-Ausgsburgischen Kirche in Polen.
Römisch-katholisch Bis waren die nicht sehr zahlreichen katholischen Einwohner von Wiese in die Stdatpfarrei St. Joseph in Mohrungen eingegliedert. Sie gehört zum Dekanat Pomesanien im damaligen Bistum Ermland.
Seit 1945 ist die Zahl der Katholiken stark gestiegen, und weiterhin besteht die Verbindung nach Morąg, dessen Pfarrei St. Joseph nun zum Dekanat Morąg im jetzigen Bistum Elbląg gehört.
Verkehr Łączno liegt an der verkehrsreichen Woiwodchaftsstra0e 527 (frühere deutsche Reichsstraße 133), die die Städte Dzierzgoń, Pasłęk und Morąg mit der Woiwodschaftshauptstadt Olsztyn verbindet. Lokale Straßen von Jurki bzw. von Królewo kommend enden in Łączno.
Morąg ist die nächsten Bahnstation. Sie liegt an der PKP-Bahnstrecke Olsztyn–Bogaczewo (–Elbląg).
Weblinks Bildarchiv Ostpreußen: Slideshow Wiese
Einzelnachweise
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