Christa Kulosa-Schmidt (bis 1980 Christa Kulosa; * um 1937) ist eine deutsche Filmregisseurin.
Leben und Wirken Christa Kulosa kam 1962 zur Unterhaltungsabteilung des Deutschen Fernsehfunks, wo sie als Regieassistentin arbeitete.The Teleplays of Christa Kulosa East German Cinema, von Jim Morton, mit vielen biographischen Details, teilweise nach ihren eigenen Angaben
Von 1966 bis 1972 studierte sie Regie an der Filmhochschule Babelsberg. Danach kehrte sie zum (inzwischen umbenannten) Fernsehen der DDR zurück, wo sie als Regieassistentin bei Wolfgang Luderer, Hans Knötzsch und Günter Stahnke tätig war.
1975 konnte sie ihren ersten Film Heiraten/weiblich als Regisseurin drehen. Dieser war eine Studiotheateraufzeichnung (Fernsehschwank) mit der damals bekannten Schauspielerin Eva-Maria Hagen und deren Tochter Nina Hagen in ihrer ersten größeren Filmrolle. Der Film erhielt eine positive Resonanz und wurde mehrmals wiederholt.
Danach konnte Christa Kulosa einige weitere Fernsehkomödien drehen. Sie war in dieser Zeit eine von nur wenigen Regisseurinnen für Erwachsenenfilme beim DDR-Fernsehen, neben Ursula Bonhoff, Annelies Thomas und Christa Mühl.
Nach der Heirat mit einem Deutschfranzosen stellte Christa Kulosa-Schmidt 1980 einen Ausreiseantrag. Sie konnte aber noch einige Filme zu Ende drehen, dank des Fernsehdirektors Heinz Adameck, zuletzt Trabant zu verkaufen.
Seit 1982 lebte Christa Kulosa-Schmidt mit ihrem Mann in Südfrankreich und West-Berlin, wo sie zunächst für den Berliner Kinderladen einige kurze Filme Was wäre, wenn... machte.Was wäre, wenn ... Filme
Danach drehte sie für das ZDF eine 42-teilige Kurzfilmserie Mach mit. Der Umwelt zuliebe und ein Filmporträt über Eva-Maria Hagen.Der Spiegel, 1988, Nr. 1–9, S. 220 (kurzer Auszug), Fernsehprogramm Danach beendete sie ihre filmischen Tätigkeiten. Ab etwa 2010 veröffentlichte sie einige youtube-Videos über französische Themen.
Filmografie Regie
1975 Heiraten/weiblich 1975 Antons liebe GästeAntons liebe Gäste Fernsehen der DDR (Memento) 1977 Zu zweit (k)ein Problem 1977 Wen der Hafer sticht 1978 Ein gemütlicher Abend 1979 Liebling, du irrst 1980 Kindersegen heißt sich regen 1980 Canasta 1980 Das FlatterhemdDas Flatterhemd Fernsehen der DDR (Memento) 1981 Warum gerade Hubert! 1981 Adam, wo bist du?Adam, wo bist du? Fernsehen der DDR (Memento) 1981 Trabant zu verkaufen
Regieassistenz 1968 Opa und das blaue Wunder 1969 Tolle Tage 1973 Reizende Ferien 1975 Toggenburger Bock 1975 Männerwirtschaft
Weitere Filme in der Bundesrepublik bzw. West-Berlin 1983 Was wäre, wenn..., Schmalfilme, mehrere Teile [Jahr?] Mach mit. Der Umwelt zuliebe, ZDF, 42 kurze Filme 1988 [oder früher] ... und ich leb' mein Leben, ZDF, Porträt der Ex-DDR-Chansonette Eva-Maria Hagen
Literatur Achim Klünder (Bearb.): Lexikon der Fernsehspiele 1978/1987. Band 1. K. G. Saur, München 1991, S. 10, und öfter
Weblinks
The Teleplays of Christa Kulosa East German Cinema, 2019, von Jim Morton, mit ausführlichen biographischen Angaben
Christa Kulosa Crew United
Einzelnachweise
Kategorie:Filmregisseur Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren im 20. Jahrhundert Kategorie:Frau