Hildegard Tetzlaff-Urban (bis 1962 Hildegard Tetzlaff; * um 1925; † nach 1987) war eine deutsche Filmdramaturgin und Drehbuchautorin.

Leben und Wirken Hildegard Tetzlaff arbeitete in den frühen 1950er Jahren in der Dramaturgie-Abteilung der DEFA als Assistentin.Hans Müncheberg, Ein Sender für Deutschland?, 2014, S. 178 Ab etwa 1955 war sie als Dramaturgin beim neuen Deutschen Fernsehfunk angestellt. Dort war sie in dieser Zeit die einzige gestaltende weibliche Mitarbeiterin neben der Regisseurin Ruth Heucke-Langenscheidt, mit der sie auch einen gemeinsamen Film machte.Peter Hoff, Protokoll eines Laborversuchs. Kommentar zur ersten Programmschrift des DDR-Fernsehens 1955, Leipziger Universitätsverlag, 2002, S. 112 Anm. 95, mit den Mitarbeitern der Abteilung Dramatische Kunst des Deutschen Fernsehfunks 1956; Ruth Heucke-Langenscheidt wurde 1955 (S. 113) genannt

Hildegard Tetzlaff war an über zwanzig Fernsehfilmen als Dramaturgin oder Drehbuchautorin beteiligt. 1959 half sie Bruno Apitz als stoffführende Dramaturgin dessen Erfolgsroman Nackt unter Wölfen erstmals zu verfilmen.Stewart Anderson, A Dramatic Reinvention. German Television and Moral Renewal after National Socialism 1956–1970, Berghahn, New York/Oxford 2020, p. 39 (letzter Absatz) Dieser Film erhielt danach den Kunstpreis der DDR, allerdings wurde sie dazu unverständlicherweise nicht einbezogen.Hans Müncheberg, Ein Sender für Deutschland?, 2014, S. 181, der Autor war bei der Entstehung dieses Films im Kontakt mit den Filmemachern Ab 1962 hieß sie Hildegard Tetzlaff-Urban. Ab 1964 pausierte sie für etwa acht Jahre. Zuletzt war sie an mehreren erotischen Filmen nach Texten von Honoré de Balzac von 1984 bis 1987 beteiligt. Sie war wahrscheinlich mit dem DEFA-Regisseur Kurt Tetzlaff (1933–2022) verwandt.

Filmografie Drehbuchautorin 1957 Sein Meisterstück 1957 Onkelchens Traum oder Eine seltsame Verlobung 1958 Es geschah in Berlin 1959 Großvater und EnkelinGroßvater und Enkelin Fernsehen der DDR (Memento), nach Alexander Afinogenow, Regie Ruth Heucke-Langenscheidt (auch bei Wie die Wilden, 1959) 1959 Wie die Wilden 1964 Asphalt-Story. 1964 Die Fächer der Madame Pompadour

Dramaturgin 1960 Nackt unter Wölfen 1961 Hoffnung auf Kredit 1962 Esther 1963 Schatten und Schemen 1963 Die gute Partie 1972 Gartenparty 1972 Der Herr Ornifle 1975 Die Seefee 1976 Das Ende vom Lied 1976 Alle meine Kinder 1978 Caballero in geborgtem Frack 1979 Menschenfreunde 1979 Pinselheinrich 1981 Die Erbschaft 1981 Soviel Wind und keine Segel 1986 Mönch ärgere dich nicht 1986 Die Wäscherin von Portillon

Script Editor 1984 Die schöne Kurtisane 1987 Madame Tusson und ihr Tugendjüngling

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Einzelnachweise

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