Karl Walter Frost (* 20. Oktober 1874 in Bartenstein/Ostpreußen; † 13. April 1936 in Riga) war ein deutscher Philosoph und Hochschullehrer.Valters Frosts. In: Nacionālā enciklopēdija (Lettische Nationalenzyklopädie, abgerufen am 24. Juni 2026); Frost, Walter. In: Otto Wenig (Hrsg.): Verzeichnis der Professoren und Dozenten der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn 1818-1968. Bouvier, Bonn 1968, S. 82.
Leben und Wirken Walter Frost studierte nach seiner Reifeprüfung in Königsberg ab 1893 zunächst Maschinenbau an der Technischen Hochschule Berlin und arbeitete nach seiner Abschlussprüfung als staatlicher Bauführer. Im Jahre 1901 entschied er sich für das Studium der Philosophie an der Universität Königsberg. Dort promovierte er 1905 zum Dr. phil.Eigener Lebenslauf in der Dissertation an der Universität Königsberg. Im gleichen Jahr habilitierte er sich an der Universität Bonn und lehrte dort zunächst als Titularprofessor, seit 1914 als außerordentlicher Professor. Im Jahre 1920 übernahm er eine ordentliche Professur für Philosophie an der Universität Riga und hatte dieses Amt bis zu seinem Tode inne. Walter Frost publizierte vor allem über Immanuel Kant, Francis Bacon, Arthur Schopenhauer und Georg Wilhelm Friedrich Hegel.
Veröffentlichungen (Auswahl)
Der Begriff der Urteilskraft bei Kant. Niemeyer, Halle/S. 1906 (= Dissertation Universität Königsberg). Naturphilosophie. Bd. 1. Barth, Leipzig 1910. Grund und Folge. Untersuchung zur Psychologie des Denkens. In: Zeitschrift für Philosophie und philosophische Kritik, Bd. 158 (1915), S. 202–236. Schopenhauer als Erbe Kants in der philosophischen Seelenanalyse. Nachweis einer empirischen Anwendbarkeit der transcendentalen Methode. Georgi, Bonn 1918. Echt und Unecht. Betrachtungen über das Denken und den Charakter. Reinhardt, München 1923. Bacon und die Naturphilosophie (= Geschichte der Philosophie in Einzeldarstellungen, Abt. 5, Bd. 2). Reinhardt, München 1927 (Reprint, Kraus, Nendeln/Liechtenstein 1973). Hegels Ästhetik. Die bedeutendste Kunstphilosophie der neueren Zeit in ihrer Beziehung zum modernen Menschen. Reinhardt, München 1928.
Einzelnachweise
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