Pnina Salzman (; * 24. Februar 1922 in Tel Aviv; † 16. Dezember 2006 in Tel Aviv) war eine israelische Pianistin und Musikpädagogin.

Leben Salzman hatte seit frühester Kindheit Klavierunterricht und im Alter von acht Jahren ihre ersten öffentlichen Auftritte. 1932 hörte Alfred Cortot sie bei seiner Israeltournee und lud sie zur weiteren Ausbildung unter seiner Leitung nach Paris ein. Sie besuchte dort die École normale de musique und war dann am Pariser Konservatorium Schülerin von Magda Tagliaferro.

Sechzehnjährig kehrte sie nach Israel zurück und wurde dort auf Empfehlung von Bronisław Huberman als Solistin des Israel Philharmonic Orchestra engagiert. Sie trat mit dem Orchester in ganz Israel auf und nahm an zwei Welttourneen unter der Leitung von Carlo Maria Giulini und von Josef Krips teil. In ihrer Laufbahn als Konzertpianistin trat sie mit namhaften Orchestern auf allen fünf Kontinenten und unter der Leitung von Dirigenten wie Moshe Atzmon, Paul Ben-Haim, Gary Bertini, Sergiu Comissiona, Colin Davis, Andrew Davis, Antal Doráti, Anatoli Fistulari, Lawrence Foster, Jascha Horenstein, Erich Leinsdorf, Igor Markevitch, Neville Marriner, Zubin Mehta, Charles Münch, Paul Paray, Mendi Rodan, Malcolm Sargent, David Shallon, Noam Sheriff, Georg Singer, Georg Solti, Walter Susskind, Michael Taube und Hans Vonk auf. Als erste israelische Pianistin wurde sie 1963 in die Sowjetunion und 1994 nach China eingeladen.

Ihre Laufbahn als Kammermusikerin begann Salzman 1940 als Mitglied des Bergman-Salzman Trio mit dem Geiger Rudolph Bergman und dem (nicht mit ihr verwandten) Cellisten Theo Salzman. In den 1960er Jahren bildete sie ein Trio mit dem Klarinettisten Yona Ettlinger und dem Cellisten Uzi Wiesel. Außerdem gehörte sie dem Tel Aviv Quartet an und trat mit Ensembles wie dem Amadeus String Quartet auf. Ab 1969 unterrichtete sie an der Samuel Rubin Israel Academy of Music der Universität Tel Aviv, wo sie eine Professur innehatte und das Klavierdepartment leitete. Zudem wirkte sie bei internationalen Klavierwettbewerben als Jurorin, u. a. seit der Gründung 1974 bei der Arthur Rubinstein International Piano Master Competition.

Diskographie Pnina Salzman: My Favourite Encores, Werke von Frédéric Chopin, Manuel de Falla, Franz Liszt und Robert Schumann Johannes Brahms. Sonates pour Clarinette et Piano mit Yona Ettlinger Pnina Salzman Plays Mediterranean Piano Music, 1996 Pnina Salzman, Vol 1–6; Werke u. a. von Wolfgang Amadeus Mozart, Domenico Scarlatti, César Franck, Aram Chatschaturjan und Paul Ben-Haim, 2003–07 Pnina Salzman. Brahms Trio Op. 114, Sonatas Op. 120, 2003

Quellen

Jewish Woman's Archive: Pnina Salzman Arthur Rubinstein International Music Society: Pnina Salzman

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