Nová sociální demokracie (), Abkürzung „NSD“, ist eine tschechische sozialdemokratische Partei der Mitte-links-Strömung, die im Jahr 2026 gegründet wurde.

Die Initiative zur Gründung einer neuen Partei ging von Mitgliedern der Sozialdemokratie (SOCDEM) aus, nachdem Jiří Nedvěd auf dem Parteitag im Dezember 2025 zum Parteivorsitzenden gewählt worden war und Kritiker des bisherigen Kurses gescheitert waren – was bei den Wahlen zum Abgeordnetenhaus im Oktober 2025 zu einer erfolglosen Kandidatur mit der Bewegung „Stačilo!“ geführt hatte.

Die Absicht zur Gründung der Partei wurde am 1. Mai 2026 bekannt gegeben,DR: Špidla: Poučili jsme se. Nová strana bude mít pojistky proti oligarchizaci. 1. April 2026, abgerufen am 23. Juni 2026 (tschechisch). denikreferendum.cz und die Partei wurde am 19. Juni 2026 gegründet. Zu den Mitgliedern des Initiativkomitees, das die für die Gründung der neuen Partei erforderlichen Unterschriften sammelte, gehörten unter anderem der ehemalige sozialdemokratische Ministerpräsident Vladimír Špidla, der ehemalige Minister für Menschenrechte und Chancengleichheit Jiří Dienstbier sowie Nedvěds Herausforderer Petr Pavlík. Unterstützt wurde die Partei zudem von dem ehemaligen der KSČM-Abgeordneten Jiří Dolejš.

Die Partei versteht sich als Trägerin sozialdemokratischer Ideen. Nach Ansicht der Gründer der „NSD“ vertritt die ursprüngliche tschechische Sozialdemokratie diese Ideen nicht mehr, und angesichts der Geschichte der Partei besteht keine Aussicht auf eine Reformierung derselben. Sie plant eine Zusammenarbeit mit anderen linken Gruppierungen wie Budoucnost, Levice oder Idealisté. Die Finanzierung der Partei soll durch kleinere Beiträge erfolgen, um eine Abhängigkeit von Oligarchen zu vermeiden. Der Antrag auf Registrierung der Partei wurde im Juni 2026 eingereicht.

Einzelnachweise

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