Gustav Ecke (* 8. Januar 1855 in Erfurt; † 9. November 1920 in Bonn) war ein deutscher evangelischer Theologe und Hochschullehrer.Hermann Strathmann: Ecke, Gustav. In: Neue Deutsche Biographie, Bd. 4 (1959), S. 286; Ecke, Gustav. In: Otto Wenig (Hrsg.): Verzeichnis der Professoren und Dozenten der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn 1818–1968. Bouvier, Bonn 1968, S. 61.
Leben und Wirken Gustav Ecke war der Sohn eines in Erfurt tätigen Lehrers, Kirchners und Rendanten. Er studierte von 1875 bis 1878 Evangelische Theologie an der Universität Halle und der Eberhard Karls Universität Tübingen. Nach dem Abschluss seines Studiums war er zunächst ab 1880 als Hilfsprediger in Halle tätig und von 1883 bis 1893 evangelischer Pfarrer in Suhl. 1893 übernahm er die Leitung des Diakonissen-Mutterhauses in Bremen. Im Jahre 1900 erhielt er eine ordentliche Professur für Systematische Theologie an der Universität Königsberg und 1903 an der Universität Bonn. 1899 wurde er von der Universität Halle mit dem Lizentiatstitel geehrt, 1900 verlieh ihm die Universität Tübingen den Ehrendoktortitel. 1915 wurde Ecke zum Geheimen Konsistorialrat ernannt. Seine Emeritierung erfolgte 1920.
Der Schwerpunkt von Eckes Forschung lag auf den Beziehungen zwischen Theologie und Kirche, ausgehend von der Arbeit des Theologen Albrecht Ritschl. Er war auch an Musik interessiert und engagierte sich für den Erhalt historischer Glocken.
Ecke heiratete 1884 Elisabeth Freiin von Lepel (1861–1910), Tochter eines Gutsbesitzers, in Hattenbach. Nach deren Tod ehelichte er 1916 in Bonn die Offizierstochter Margarete Vichura. Er war Vater von zwei Töchtern und drei Söhnen, drunter Kunsthistoriker Gustav Ecke (1896–1971). Seine Tochter Rosa heiratete den Theologen Emanuel Hirsch.
Veröffentlichungen Die theologische Schule Albrecht Ritschls und die evangelische Kirche der Gegenwart. Zwei Bände. Reuther & Reichard, Berlin 1897/1904. Unverrückbare Grenzsteine. Ein offenes Wort an Herrn D. Rade und seine Freunde. Verl. d. Landeskirchlichen Vereinigung d. Freunde d. Positiven Union, Berlin 1905 (3. Aufl. 1907). (Hrsg.): Humanistisches Gymnasium und modernes Kulturleben. Dankesgrüße ehemaliger Schüler zur Feier des 350jährigen Bestehens des Erfurter Gymnasiums. Stenger, Erfurt 1911. Unsere Glocken. Ein Abschiedsgruß. Falkenroth, Bonn 1917. Zum 70. Geburtstag D. Theodor Härings. Falkenroth, Bonn 1918.
Literatur
Einzelnachweise
Kategorie:Evangelischer Geistlicher (19. Jahrhundert) Kategorie:Evangelischer Geistlicher (20. Jahrhundert) Kategorie:Evangelischer Theologe (20. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (Albertus-Universität Königsberg) Kategorie:Hochschullehrer (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1855 Kategorie:Gestorben 1920 Kategorie:Mann Kategorie:Systematischer Theologe Kategorie:Ehrendoktor der Eberhard Karls Universität Tübingen Kategorie:Geheimer Konsistorialrat