Walter Kleinknecht (* 11. Oktober 1910 in Stuttgart; † 13. April 1981 in Bonn) war ein deutscher Generalapotheker des Heeres der Bundeswehr.

Leben Kleinknecht, Sohn eines Postdirektors, war von April 1929 bis Juni 1931 Praktikant in der Stadtapotheke Metzingen, von Juli 1931 bis Oktober 1931 Apothekenassistent in der Fortuna-Apotheke in Hannover und von Oktober 1931 bis April 1932 in der Waldau-Apotheke in Stuttgart-Degerloch. Von Sommersemester 1932 bis 1936 studierte er Pharmazie und Lebensmittelchemie an der TH Stuttgart. Am 17. November 1934 legte er das pharmazeutische Staatsexamen und am 25. Juni 1936 das lebensmittel-chemische Staatsexamen ab. Von August bis September 1936 war er Apotheker in der Charlotten-Apotheke in Esslingen am Neckar.Range 2013 a. a. O.Bradley et al. 2000 a. a. O.

Am 1. Oktober 1936 wurde Kleinknecht in die Wehrmacht einberufen und war bis Oktober 1937 pharmazeutischer Hilfsarbeiter im Marinelazarett Kiel-Wik, später im Sanitätsamt der Marinestation der Ostsee in Kiel. Am 28. Februar 1937 erfolgte die Approbation zum Apotheker und am 5. November 1937 die Ernennung zum Marinestabsapotheker. Von November 1937 bis Dezember 1939 war er Leiter der Arzneimittelabteilung im Marinesanitätslager Kiel, von Januar bis März 1940 Leiter der Apotheke des Marinelazaretts Stralsund, von April 1940 bis April 1941 Pharmazeutischer Referent im Stab des Kommandierenden Admirals West (später als Kommandierender Admiral Frankreich bezeichnet), wo er am 5. November 1940 Marineoberstabsapotheker wurde. Von April bis Oktober 1941 war er zur besonderen Verwendung im Oberkommando der Marine in Berlin und von Oktober 1941 bis April 1945 Leiter des Versuchs- und Forschungsinstituts der Kriegsmarine für Lebensmittelfrischhaltung in Hannover, wo er am 1. Juli 1942 zum Marineoberfeldapotheker befördert wurde. Von April 1945 bis Juni 1946 war er in Kriegsgefangenschaft von Frankreich.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war Kleinknecht von November 1948 bis März 1949 Lebensmittelchemiker und Produktionsleiter beim Pantogen-Werk in Weende, heute ein Stadtbezirk von Göttingen, von November 1948 bis März 1949 Vertreter der Inhaber verschiedener Apotheken, von April 1949 bis April 1956 Laborchef und Produktionsleiter der Lingner-Werke in Düsseldorf und von Mai 1956 bis Dezember 1957 Leiter des Labors und der Betriebsüberwachung bei der Aromen und Essenzen herstellenden Lucca AG in Heilbronn.

Am 11. Dezember 1957 trat Kleinknecht in die Bundeswehr ein und war zunächst Referent, ab April 1958 Referatsleiter II 3 in der Inspektion des Sanitäts- und Gesundheitswesens im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn. Am 30. April 1958 wurde er zum Oberfeldapotheker und am 16. Mai 1960 zum Oberstapotheker ernannt. Von Juli 1961 bis Juli 1965 war er Unterabteilungsleiter III in der Inspektion des Sanitäts- und Gesundheitswesens.

Im August 1965 wurde Kleinknecht Inspizient Pharmazie und Sanitätsmaterial der Bundeswehr im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn und zum Generalapotheker befördert. Mit Ablauf des September 1970 wurde er in den Ruhestand versetzt.

1970 wurde Kleinknecht Leiter der Schule für Pharmazeutisch-technische Assistenten in Köln.

Kleinknecht war verheiratet.

Auszeichnungen Kriegsverdienstkreuz mit Schwertern II. Klasse Verwundetenabzeichen in Schwarz

Siehe auch Liste der Generale des Heeres der Bundeswehr

Literatur

Einzelnachweise

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