Schuss ins Herz (im Original Schuß ins Herz) ist der Titel der 120. Episode der Krimiserie Ein Fall für zwei mit Rainer Hunold und Claus Theo Gärtner in den Hauptrollen.
Handlung Die Polizeibeamten Keller und Lebus befinden sich während einer nächtlichen Streifenfahrt im Frankfurter Osthafen, als sie ein verlassenes Taxi entdecken. Eine Rückfrage per Funk ergibt, dass das Fahrzeug kurz zuvor als gestohlen gemeldet worden war. Unmittelbar bevor zwei weitere Beamte zur Unterstützung eintreffen, fällt ein Schuss. Wenig später wird Lebus erschossen aufgefunden. Sein Kollege Keller gibt an, der Täter sei ein Mann mit dunklem Mantel gewesen, dem die Flucht gelungen sei. Kurz darauf wird der entsprechend gekleidete Kurt Scharnack festgenommen. Er beteuert seine Unschuld und erklärt, weder mit dem Diebstahl des Taxis noch mit der Tötung des Polizisten in Verbindung zu stehen. Zu seiner Verteidigung beauftragt er den Rechtsanwalt Dr. Rainer Franck. Bei einer Gegenüberstellung identifiziert Keller Scharnack als den mutmaßlichen Täter.
Gegenüber Dr. Franck erklärt Scharnack, er sei von einem ihm unbekannten Anrufer telefonisch in den Hafen bestellt worden. Den Anlass des Treffens verschweigt er jedoch zunächst. Zwar habe er den Schuss gehört, sich jedoch zu weit vom Tatort entfernt befunden, um etwas beobachten zu können. Dr. Franck beauftragt daraufhin den Privatdetektiv Josef Matula mit der Suche nach dem unbekannten Anrufer.
Bei einem Besuch im Hause Keller gewinnt Dr. Franck den Eindruck, dass die Ehe des Beamten von Spannungen geprägt ist. Kellers Vorgesetzter beschreibt ihn hingegen als pflichtbewussten und untadeligen Polizisten. Inzwischen wird die Tatwaffe sichergestellt. In der Tatsache, dass sie lediglich mit einer einzigen Patrone geladen gewesen war, sieht die Polizei eine Erklärung dafür, weshalb neben Lebus nicht auch der unmittelbar neben ihm stehende Keller erschossen worden war.
Schließlich offenbart Scharnack seinem Anwalt den Hintergrund seines Aufenthalts im Osthafen. Er habe dort einem Unbekannten eine größere Geldsumme übergeben und im Gegenzug ein Messer sowie ein Foto erhalten. Das Bild zeige seinen Sohn Christian gemeinsam mit einer jungen Frau. Unmittelbar vor seiner Festnahme habe er diese Gegenstände weggeworfen. Eine Woche zuvor sei Christian, zu dem lange kein Kontakt bestanden habe, überraschend bei ihm erschienen und habe behauptet, seine Freundin im Affekt getötet zu haben, nachdem diese die Beziehung beendet habe. Bei dem Messer habe es sich angeblich um die Tatwaffe gehandelt. Ein Mitwisser habe dieses Wissen mutmaßlich genutzt, um von Kurt Scharnack Schweigegeld zu erpressen.
Matula gelingt es, das weggeworfene Messer sowie das Foto im Bereich des Hafens aufzufinden. Mit dabei ist auch das Negativ des Bildes, was darauf hindeutet, dass die Gegenstände unmittelbar vom Urheber der Aufnahme stammen. Bei einem anschließenden Gespräch weist Christian Scharnack Matula gegenüber jede Verantwortung für den Tod der jungen Frau zurück. Das Foto habe er selbst angefertigt.
Von der Polizei erfährt Matula, dass die junge Frau vermutlich auf dem Heimweg nach dem Besuch einer Bar ermordet und ihre Leiche anschließend in einer Kiesgrube bei Petterweil abgelegt worden sei. In der betreffenden Bar trifft er auf Christian Scharnack, der dort beschäftigt ist. Dieser räumt ein, am Abend der Tat mit seiner ehemaligen Freundin gesprochen zu haben. Zudem bekräftigt er, als letzter Angestellter das Lokal verlassen zu haben. Kurz darauf beobachtet Matula ein Treffen zwischen Christian Scharnack und einem unbekannten Mann. Er fertigt heimlich Fotografien davon an.
Nach einem Herzanfall wird Kurt Scharnack auf die Krankenstation der Justizvollzugsanstalt verlegt. Auf den von Matula aufgenommenen Fotos erkennt er den Mann wieder, dem er im Osthafen das Schweigegeld übergeben hatte. Es handelt sich um den Barbesitzer Karl Lobbert, der nach Matulas Vermutung mit dem gestohlenen Taxi zum Treffpunkt gelangt war. Daraufhin entbindet Scharnack Dr. Franck von der anwaltlichen Schweigepflicht. Als dieser der Kriminalpolizei daraufhin seine Vermutung mitteilt, Christian Scharnack habe seine Freundin getötet, erklären die Ermittler, den wahren Täter bereits gefasst zu haben. Dieser habe ein Geständnis abgelegt und Täterwissen offenbart. Zwischen ihm und Christian Scharnack bestehe keinerlei Verbindung.
Im Auftrag von Dr. Franck sucht Matula Karl Lobbert mit dem von der Polizei in der Tatnacht sichergestellten Taxi auf und gibt sich als dessen rechtmäßiger Besitzer aus. Lobbert räumt daraufhin ein, das Fahrzeug in der Tatnacht gestohlen zu haben. Das Gespräch wird von Matula heimlich auf Tonband aufgezeichnet. Eine Beteiligung an der Tötung von Lebus weist Lobbert jedoch zurück. Stattdessen sagt er aus, beobachtet zu haben, als Keller seinen Kollegen erschoss. Damit konfrontiert, gibt dieser den Mord zu. Als Begründung gibt er an, dass Lebus ein Liebesverhältnis mit seiner Ehefrau unterhalten habe. Aufgrund dieser neuen Erkenntnisse wird Kurt Scharnack, der völlig unabhängig von dem Tötungsdelikt an Lebus von seinem Sohn und Lobbert um das Schweigegeld betrogen worden war, aus der Untersuchungshaft entlassen.
Hintergrund miniatur|rechts|Schmickbrücke, aufgenommen aus identischer Perspektive wie in der Episode Die Episode wurde überwiegend im Rhein-Main-Gebiet gedreht. Die Kulisse der Kanzlei von Dr. Franck befand sich in der Rotunde im 27. Obergeschoss des Bürocenters am Nibelungenplatz im Frankfurter Nordend. Die Eröffnungsszenen wurden im Bereich der Schmickbrücke im Frankfurter Osthafen erstellt.
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Einzelnachweise
Schuss ins Herz