Otto Ernst von Heydebreck (* 15. März 1859 in Parnow; † 7. April 1917 in Dresden) war ein preußischer Generalmajor.

Leben Herkunft Otto entstammte dem 2. Ast der II. Linie (Parnow) des pommerschen Uradelsgeschlechts von Heydebreck. Er war ein Sohn des Gutsbesitzers Ernst von Heydebreck (1825–1875) und dessen Ehefrau Marie, geborene Lezius (1835–1910). Der preußische General der Kavallerie Ernst von Heydebreck (1857–1935) war sein älterer Bruder.

Militärkarriere Heydebreck besuchte die Realschule in Frankfurt (Oder) sowie die Kadettenhäuser in Plön und Berlin. Anschließend wurde er am 1. Oktober 1877 als Fahnenjunker dem Colbergisches Grenadier-Regiment (2. Pommersches) Nr. 9 der Preußischen Armee in Stargard überwiesen und avancierte bis Mitte Februar 1879 zum Sekondeleutnant. Von Anfang Juni 1883 bis Anfang August 1885 war er Adjutant des Füsilier-Bataillons. Am 1. Oktober 1886 folgte seine Kommandierung als Adjutant des Bezirkskommandos Köslin. In dieser Stellung stieg er Mitte September 1888 zum Premierleutnant auf und war ab Mitte Oktober 1891 als Adjutant der 11. Infanterie-Brigade in Brandenburg an der Havel kommandiert. Unter Belassung in diesem Kommando und Versetzung in das Infanterie-Regiment „von der Marwitz“ (8. Pommersches) Nr. 61 wurde Heydebreck am 15. August 1893 zum Hauptmann befördert. Mit der Ernennung zum Kompaniechef trat er Mitte November 1894 in den Truppendienst zurück. Heydebreck avancierte am 11. September 1903 zum überzähligen Major, wurde dabei seinem Verband aggregiert und am 20. März mit Wirkung zum 1. April 1906 als Bataillonskommandeur in das Grenadier-Regiment „König Friedrich Wilhelm II.“ (1. Schlesisches) Nr. 10 versetzt.Militär-Wochenblatt. Nr. 37 vom 22. März 1906, S. 809. Am 20. Dezember 1910 folgte seine Beförderung zum Oberstleutnant sowie am 21. April des Folgejahres seine Versetzung als etatmäßiger Stabsoffizier in das Grenadier-Regiment „König Friedrich Wilhelm I.“ (2. Ostpreußisches) Nr. 3. Ab dem 18. April 1913 war Heydebreck als Oberst Kommandeur des 1. Masurischen Infanterie-Regiments Nr. 146 in Allenstein.

Mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs machte sein Regiment am 2. August 1914 mobil und wurde als Teil der 75. Infanterie-Brigade zunächst im Grenzschutz in Ostpreußen eingesetzt. Ende des Monats nahm er an der Schlacht bei Tannenberg teil. Daran schlossen sich die Schlachten an den Masurischen Seen und vor Warschau, die Kämpfe an der Pilica und Dombrowice sowie die Schlacht um Łódź an.Das 1. Masurische Infanterie-Regiment Nr. 146. 1897–1919. (= Erinnerungsblätter deutscher Regimenter. Band 312), Verlag Gerhard Stalling, Oldenburg/Berlin 1929, S. 293–294. Während der folgenden Kämpfe an der Rawka wurde Heydebreck am 30. Dezember 1914 zum Kommandeur der 4. Infanterie-Brigade ernannt, die in Stellungskämpfen bei Lötzen lag.Das 1. Masurische Infanterie-Regiment Nr. 146. 1897–1919. (= Erinnerungsblätter deutscher Regimenter. Band 312), Verlag Gerhard Stalling, Oldenburg/Berlin 1929, S. 85. Aus gesundheitlichen Gründen gab er das Kommando Mitte Februar 1915 ab und war von Mitte Mai bis Anfang September 1915 Kommandeur der 187. Infanterie-Brigade sowie ab dem 2. Januar 1916 Kommandeur der 213. Infanterie-Brigade. Am 2. Juni 1916 wurde Heydebreck zu den Offizieren von der Armee versetzt und vier Tage später zum Generalmajor befördert.Militär-Wochenblatt. Nr. 100/101 vom 8. Juni 1916, S. 2351. Eine weitere Verwendung erfolgte aufgrund seines Gesundheitszustandes nicht mehr.

Er war Ehrenritter des Johanniterordens.

Familie Heydebreck hatte sich am 18. Mai 1886 in Breslau mit Edda von Blankenburg (1863–1944) verheiratet. Aus der Ehe gingen zwei Söhne und eine Tochter hervor. Der älteste Sohn Otto (1887–1958) wurde Journalist und Peter (1889–1934) Politiker und SA-Führer.

Literatur Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Deutscher Uradel. 1928. Siebenundzwanzigster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1927, S. 247–248. Christian Zweng: Die Preußischen Generale 1866–1920. Band 7: Hag–Hy. Institut für deutsche Phaleristik und Militärgeschichte, Osnabrück 2014, ISBN 978-3-95868-018-0, S. 245–246.

Einzelnachweise

Kategorie:Generalmajor (Königreich Preußen) Kategorie:Ehrenritter (Johanniterorden) Kategorie:Befehlshaber im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich) Kategorie:Träger des Eisernen Kreuzes I. Klasse Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 4. Klasse Kategorie:Träger des Preußischen Königlichen Kronenordens 4. Klasse Kategorie:Infanterist (Preußen) Otto Kategorie:Preuße Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1859 Kategorie:Gestorben 1917 Kategorie:Mann