mini|alternativtext=Verbreitung|Verbreitungsgebiet der Mindanao-Weißzahnspitzmaus Die Mindanao-Weißzahnspitzmaus (Crocidura beata) ist ein auf den südlichen Philippinen verbreitetes Säugetier in der Gattung der Weißzahnspitzmäuse. Das Typusexemplar stammt vom Gipfel des Berges Bliss auf Mindanao auf 1460 Meter Höhe. Die Schreibweise des Artzusatzes war längere Zeit beatus, was nicht den gültigen grammatikalischen Regeln folgte.
Taxonomie Die nächsten Verwandten dieser Art sind die Luzon-Weißzahnspitzmaus (Crocidura grayi), die Mindoro-Weißzahnspitzmaus (Crocidura mindorus), die Negros-Spitzmaus und die Panay-Weißzahnspitzmaus (Crocidura panayensis). Populationen auf Leyte, Samar und in Gebieten mit größerem Abstand zum Fundort des Typusexemplars auf Mindanao weichen genetisch ab. Eine Abhandlung von 2018 wünscht weitere Studien zur taxonomischen Einordnung der Populationen.
Merkmale Die Art ist wie die Luzon-Weißzahnspitzmaus ein kleiner Vertreter ihrer Gattung und erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von etwa 77 mm, eine Schwanzlänge von 52 bis 75 mm sowie ein Gewicht von 9 bis 13 g. Die Hinterfüße sind 14 bis 17 mm lang. Im Unterschied zur Luzon-Weißzahnspitzmaus hat das Tier wenige kurze und feine Haare am körpernahen Teil des Schwanzes, während die andere Art Borsten auf dem gesamten Schwanz hat. Diese Haare werden zum Fühlen eingesetzt. Ober- und Unterseite sind mit graubraunem Fell bedeckt. Die Mindanao-Weißzahnspitzmaus hat auch kleinere und weniger kräftige Krallen an Vorder- und Hinterpfoten als die andere Art. Typisch sind ein recht langgestreckter Schädel und die durchschnittlich abgeplattete Hirnschale. Laut den wenigen vorhandenen Messungen ist das Tier allgemein etwas kleiner als die Malindang-Weißzahnspitzmaus (Crocidura grandis).
Verbreitung und Lebensweise Diese Spitzmaus lebt auf den weiter oben genannten Inseln sowie auf Bohol und auf kleineren Inseln in der Mindanaosee. Sie hält sich im Flachland und in Gebirgen bis 2600 Meter Höhe auf. Die Mindanao-Weißzahnspitzmaus bevorzugt moosbewachsene Bergwälder und besucht veränderte Wälder sowie Buschland. Offene Landschaften werden gemieden. Das Tier wurde häufig in Lebendfallen gefangen, die in der Laubschicht, zwischen Wurzeln, an Trampelpfaden anderer Tiere und in der Krautschicht aufgestellt waren. In Feldern gab es keine Funde.
Soweit bekannt ist die Art zu allen Tageszeiten aktiv. Die Nahrung besteht aus Regenwürmern und anderen Wirbellosen. Ein Weibchen war mit einem Embryo trächtig.
Gefährdung Vor dem 20. Jahrhundert gab es umfangreichere Waldrodungen unterhalb 1500 Meter Höhe. Trotz der damit verbundenen Bestandsabnahme ist die Gesamtpopulation weiterhin groß. Die IUCN listet die Mindanao-Weißzahnspitzmaus als nicht gefährdet (least concern).
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Weißzahnspitzmäuse Kategorie:Endemisches Tier der Philippinen