mini|hochkant|Briefmarke zum 50jährigen Jubiläum des israelischen Schriftstellerverbandes Der Israelische Schriftstellerverband () ist ein professioneller Verband von Schriftstellern und Dichtern, die in Israel leben und auf Iwrit schreiben. Der Verband wurde 1921 im damaligen Völkerbundsmandat für Palästina in Tel Aviv von Chaim Nachman Bialik und Saul Tschernichowski gegründet, mit Nachum Sokolow als Ehrenpräsident. Unter den Mitgliedern finden sich Achad Haʿam, Asher Barash, Aharon Avraham Kabak, Manfred Winkler und Schulamit Lapid.
Aufnahmekriterien Die Mitgliedschaft im Schriftstellerverband bedingt die Veröffentlichung von zwei Büchern in hebräischer Sprache sowie die Zustimmung des Aufnahmeausschusses. Anfang der 1970er Jahre, als der Verband etwa 300 Mitglieder zählte, wurde beschlossen, auch neue Schriftsteller, die erst kürzlich nach Israel eingewandert waren, in den Verband aufzunehmen.
Geschichte Die Verbandszeitschrift Moznaim (hebräisch "מאזניים", „Waage“) wurde 1928 durch Bialik gegründet. Sie erschien erstmals im März 1929 als wöchentliches Journal und wurde später zu einer Monatszeitschrift. In der Erstausgabe beklagte Isaac Dov Berkowitz die innere Zerrissenheit der im Verband mitwirkenden Schriftsteller.Moznaim Neben der Zeitschrift Moznaim unterhält der Verband auch ein bio-bibliographisches Institut unter dem Namen Genazim („Speicher“, abgeleitet von Geniza), das 1950 von Asher Barash errichtet wurde.About the Asher Barash "Gnazim" Institute 1957 wurde das durch den Verband errichtete Tschernichowski-Museum in Tel Aviv unter dem Namen Bet Hasofer („Haus des Schriftstellers“) eingeweiht. Hier befinden sich bis heute das Redaktionsbüro und das Archiv des Schriftstellerverbandes, das von 1951 bis 1960 von Getzel Kressel geleitet wurde.
Im April 2012 verurteilte der israelische Schriftstellerverband das Gedicht „Was gesagt werden muss“ von Günter Grass, das im selben Jahr in etwas geänderter Form auch im Gedichtband „Eintagsfliegen“ veröffentlicht wurde, und kündigte an, den Verband PEN International zu einer Distanzierung von Grass aufzurufen.dpa In: DIE ZEIT, 30. September 2012Maya Sela, In Haaretz, 10. April 2012
Siehe auch Verband deutschsprachiger Schriftsteller Israels
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Einzelnachweise
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