mini|Leopold von Podhrágy Leopold Freiherr Popper von Podhrágy (* 15. Februar 1821 in Kotieschau, Böhmen; † 2. März 1886 in Sanremo, Italien) war ein österreichisch-ungarischer Großindustrieller.
Leben und Wirken Leopold Popper-Podhrágy stammte aus ärmlichen Verhältnissen. Seine Eltern waren Babette Neumann (1793–1867) und Hermann Popper (1798–1858).
Sein wirtschaftlicher Erfolg, der auf dem Aufbau eines internationalen Netzwerks für Holzhandel sowie der effizienten Modernisierung und großflächigen Expansion industrieller Holzverarbeitungsbetriebe basierte, prägte die industrielle Entwicklung der Region nachhaltig und sicherte ihm eine bedeutende gesellschaftliche Stellung in der Habsburgermonarchie. Sein Beginn im Handelsgeschäft war bescheiden: In den 1830er Jahren kam er nach Budapest und verkaufte dort Reisigbündel, später besaß er eine Holzhandlung in Komorn.
Popper-Podhrágy führte als einer der ersten Unternehmer in der österreich-ungarischen Monarchie den Dampfsägebetrieb ein.
Ende der 1840er Jahre war er Leutnant in der Revolutionsarmee. Im Jahr 1869 wurde er in den ungarischen Adelsstand erhoben, und im Jahr 1882 in den österreichischen Freiherrenstand.
Leopold Popper-Podhrágy heiratete um 1841 Eveline Rosenthal (um 1824–1883). Aus der Ehe gingen zehn Kinder hervor. Ab 1880 lebte er mit Rosa Eisenberg zusammen, das Paar heiratete nie. Sein Sohn Alexander übernahm das Holzgroßhandelsgeschäft. Sein Enkel, aus der Ehe Alexanders mit der französischen Konzert- und Opernsängerin Blanche Elisabeth Marchesi, Leopold Popper-Podhragy († 1986), wurde Privatbankier.
Weblinks
Porträt Leopold Popper von Podhrágy. In: Jüdisches Museum Wien – Online Collection. Adler – heraldisch-genealogische Gesellschaft: Leopold Freiherr [auch Baron] Popper von Podhrágy.
Einzelnachweise
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