Romano Mengon (* 12. Juni 1886Romano Mengon in den Akten der Reichsfilmkammer in Regensburglaut IMdB bzw. filmportal.de oder in Tirol (Südtirol); laut Glenzdorfs Internationales Film-Lexikon, Zweiter Band, Bad Münder 1961, S. 1117 † nach 1951) war ein Regisseur, Drehbuchautor und Produzent beim deutschen Film.

Leben und Wirken Über die frühen Jahre Mengons ist nichts bekannt, möglicherweise besaß er italienische Vorfahren. Seit 1911Glenzdorf, S. 1117 soll er bereits beim Film (in unbekannten Funktionen) gearbeitet und sowohl in Europa (Großbritannien, Frankreich und Italien)Aus Film wird Ernst. Aus Reiseerinnerungen von Romano Mengon als auch in Amerika als Schauspieler gewirkt haben. Mengon war bereits vierzig Jahre alt, als eine kleine Berliner Produktionsfirma ihm seine erste deutsche Filmregie anbot. Mengons meisten Inszenierungen zeichneten sich zuvörderst durch „exotische“ Drehorte aus, die ihn immer wieder in südliche Gefilde (Italien, Frankreich, Albanien und Montenegro) führten. Die Kritik stellte dabei die optischen Vorzüge dieser Filmwerke heraus, fand aber in der Regel kaum ein gutes Wort zu Mengons Regieleistungen.

So hieß es beispielsweise zu Kavaliere vom Kurfürstendamm: „Romano Mengon … versagte insbesondere bei der Wahl und Charakteristik der Hochstaplertypen“. Anschließend verschwand Mengon für rund zwei Jahrzehnte weitgehend aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit; lediglich die Funktion eines technischen Leiters bei einer italienischen Produktion zu Beginn des Zweiten Weltkriegs ist belegt. Wieder zurück in Deutschland, überließ man ihm im Herbst 1951 noch einmal eine Filmregie, doch auch diesmal urteilte die Kritik ungnädig: Zu Straße zur Heimat heißt es im Filmdienst: „Volkstümlicher Liebesfilm im Südtiroler Bauernmilieu, unbeholfen inszeniert und nicht eben glaubwürdig.“ Und in Österreich, wo dieser Streifen unter dem Titel Bergheimat anlief, dekretierte man in der Fachzeitschrift Funk und Film: „Eine schauerlich fade Angelegenheit, die man uns […] vorsetzt. […] Brauchbar sind nur die recht guten Landschaftsaufnahmen.“Filmkritik zu „Bergheimat“ in: Funk und Film, Ausgabe Jahrgang 8, Seite 30. Damit war Mengons Filmkarriere beendet.

Wann und wo Romano Mengon starb, ist derzeit unbekannt.

Filmografie Als Regisseur, wenn nicht anders angegeben:

1927: Der Mann mit der falschen Banknote (auch Drehbuch) 1927: Der Feldmarschall 1928: Das Gesetz der schwarzen Berge 1929: Don Manuel, der Bandit (auch Produktion) 1929: Sei mir gegrüßt, Du mein schönes Sorrent (auch Co-Produktion) 1932: Einmal ist keinmal (Kurzfilm, auch Produktion) 1932: Kavaliere vom Kurfürstendamm (auch Produktion) 1940: Fanfulla da lodi (nur technische Leitung) 1952: Straße zur Heimat (auch Drehbuch)

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Einzelnachweise

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