Der Scherzberg ist ein hoher Berg der Stubalpe (Turneralm) in der Steiermark in Österreich.
Lage und Umgebung Der Berg erhebt sich an der Gemeinde- und Bezirksgrenze von Lobmingtal im Bezirk Murtal und Maria Lankowitz im Bezirk Voitsberg. Nahe Gipfel bilden der hohe Ofnerkogel im Südwesten und der hohe Haugensteinkogel im Nordwesten. Mit Ausnahme des Gipfelbereichs ist der Scherzberg großteils bewaldet. Die gleichnamigen zerstreuten Häuser von Scherzberg an den nordöstlichen Ausläufern sowie die Einzellagen Adambauer, Kriegl, Scherzbauer und Schrotterbauer an den östlichen Hängen gehören zur Ortschaft Salla. An den östlichen Hängen erstreckt sich außerdem eine Alm. Sie heißt Stiedlbauernhalt.
Der Scherzberg liegt in den Einzugsgebieten des Klausbachs, des Kohlbachs, des Perschenbachs und des Scherzbachs. Der Klausbach und der Scherzbach sind Nebenbäche des Katzbachs. Der Kohlbach mündet in den Sallabach und der Perschenbach in den Lobmingbach.
Geologie und Steinbrüche In geologischer Hinsicht befindet sich der Berg in einem von Glimmerschiefer geprägten Gebiet. An den südöstlichen Hängen findet sich hingegen Salla-Marmor. Insgesamt ist der Scherzberg Teil des polymetamorphen Grundgebirges des mittelostalpinen Decken-Stockwerks. In einem Pegmatit-Aufschluss an einem Forstweg südöstlich des Gipfels wurde folgende Minerale festgestellt: Beryll, Columbit, Granat, Opal, Turmalin und Zirkon.
Am Scherzberg befindet sich zwei Silikatmarmor-Steinbrüche. Der ältere von beiden wurde früher nach der Einzellage Kriegl als Krieglbruch bezeichnet. Die Firma Albogel als Steinbruchbetreiberin wurde 1992 von der Omya AG aufgekauft.
Erschließung und Naturschutz Der Scherzberg ist mit mehreren Forststraßen erschlossen, die bis knapp unter den Gipfel führen. Über den Berg verläuft der Nord-Süd-Weitwanderweg zwischen dem Nebelstein und Eibiswald, der Teil des Europäischen Fernwanderwegs E6 ist. Der Alpinist Rudolf L. Kusdas bestieg den Scherzberg bereits im Jahr 1900 ohne Bergführer.
Der zu Maria Lankowitz gehörende Teil des Bergs befindet sich im rund 21.906 ha großen Landschaftsschutzgebiet Ammering-Stubalpe.
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Berg in der Pack- und Stubalpe Kategorie:Geographie (Lobmingtal) Kategorie:Geographie (Maria Lankowitz)