Magdalena Anna Hofmann (geboren 1976 in Warschau) ist eine polnisch-österreichische Opernsängerin (Sopran). Bekannt ist sie vor allem mit Hauptrollen in Werken von Richard Wagner.
Leben Magdalena Anna Hofmann wurde in Warschau geboren und wuchs ab dem Alter von sechs Jahren in Wien auf. Dort studierte sie Gesang (Lied, Oratorium, Oper) am Prayner Konservatorium und von 1999 bis 2002 am Konservatorium der Stadt Wien und begann ihre Karriere danach als Mezzosopran.Magdalena Anna Hofmann. Vita. Offizielle Internetpräsenz Theater Heidelberg. Abgerufen am 21. Juni 2026.Magdalena Anna Hofmann. Vita. Offizielle Internetpräsenz Stuttgarter Philharmoniker. Abgerufen am 21. Juni 2026. Weitere Studien erfolgten bei Birgid Steinberger und Carolyn Hague sowie in Meisterkursen. Ihre erste Festival-Teilnahme hatte sie 2003 bei den Bregenzer Festspielen, wo sie als Mezzosopranistin in der Oper Das schlaue Füchslein und in dem Liederzyklus Tagebuch eines Verschollenen von Leoš Janáček debütierte.
In den folgenden Jahren sang sie Partien wie Orfeo in Orfeo ed Euridice, Cherubino in Le nozze di Figaro, Dorabella in Così fan tutte und Frau Reich in Die lustigen Weiber von Windsor, außerdem zahlreiche Rollen des 20. Jahrhunderts und der zeitgenössischen Musik, u. a. in Opern von Hans Werner Henze, Péter Eötvös und Detlef Glanert. Im April 2010 debütierte sie als Gymnasiast und Groom in Lulu von Alban Berg an der Mailänder Scala.Lulu. Besetzung vom 6. April 2010. Vorstellungsarchiv der Mailänder Scala. Abgerufen am 21. Juni 2026.
Im Jahre 2011 wechselte sie ins Sopranfach. Nach dem Fachwechsel gab Magdalena Anna Hofmann ihr Soprandebüt im Juli 2011 mit der Rolle der Contessa in Le nozze di Figaro beim Opernfestival Klosterneuburg. Ihre ersten Sopran-Rollen waren Kundry in Parsifal an der Nationaloper Estonia in Tallin/Estland, Senta in Der fliegende Holländer, Carlotta in Die Gezeichneten sowie die Frauenrollen in den Schönberg-Einaktern Von heute auf morgen und Erwartung an der Opéra de Lyon.Magdalena Anna Hofmann. Vita. Offizielle Internetpräsenz SNG Opera in balet Ljubljana. Abgerufen am 21. Juni 2026.Die Gezeichneten - Opéra de Lyon (2015). Besetzungsliste. Abgerufen am 21. Juni 2026.
Hofmann gastierte u. a. am Teatro Comunale di Bologna, am Staatstheater Hannover, am Saarländischen Staatstheater Saarbrücken, am Theater Basel, an der Ópera de Tenerife, bei den Wiener und Berliner Festwochen, bei den Maifestspielen Wiesbaden, im Theater an der Wien, im Konzerthaus Wien, sowie in Budapest, Inverness, Shanghai und Peking.
Im Januar 2022 debütierte Hofmann an der Staatsoper Dresden als Sarai in der Uraufführung der Oper Die andere Frau von Torsten Rasch. In der Spielzeit 2022/23 sang sie am Landestheater Salzburg die Marschallin in der Oper Der Rosenkavalier und die Isolde in einer Neuinszenierung der Wagner-Oper Tristan und Isolde am Staatstheater Wiesbaden.Sieglinde Pfabigan: Wiesbaden: „Tristan und Isolde“, Richard Wagner. Aufführungskritik. Abgerufen am 21. Juni 2026. In der Spielzeit 2024/25 übernahm sie die Rolle der Isolde in einer Neuinszenierung am Staatstheater Darmstadt.Klaus Billand: Darmstadt: „Tristan und Isolde“, Richard Wagner. Aufführungskritik. Abgerufen am 21. Juni 2026. Im Juni 2025 gab sie an der Vlaamse Opera ihr Rollendebüt als Marie in Wozzeck von Alban Berg.Wozzeck. Besetzungsliste. Abgerufen am 21. Juni 2026. Im November 2025 sang sie die Sopran-Partie der Tove in den Gurre-Liedern in Liepāja.GURRE-LIEDER BY ARNOLD SCHOENBERG. Konzertprogramm. Abgerufen am 21. Juni 2026. In der Spielzeit 2025/26 folgte ihr Rollendebüt als Elektra an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf.Sebastian Jacobs: Düsseldorf: „Elektra“, Richard Strauss. Aufführungskritik. Abgerufen am 21. Juni 2026.
Magdalena Anna Hofmann arbeitete u. a. mit den Dirigenten Bertrand de Billy, Simone Young, Michael Boder, Constantin Trinks, Daniele Gatti, Daniel Harding, Kirill Petrenko, Bernhard Kontarsky und Riccardo Frizza zusammen.
Magdalena Anna Hofmann ist verheiratet und Mutter eines Sohnes.Petra Spelzhaus: "Meine Vision: Ich singe in der Wiener Staatsoper die Kundry mit Tomislaw Muzek als Parsifal, und Christian Thielemann dirigiert". Interview März 2020. Abgerufen am 21. Juni 2026.
Literatur Hofmann, Magdalena Anna. In: Wilhelm Kosch (Hrsg.): Deutsches Theaterlexikon. Nachtragsband Teil 2, G–J. De Gruyter, Berlin [u. a.] 2014, ISBN 978-3-11-028755-4, S. 308.
Weblinks
Offizielle Homepage Magdalena Anna Hofmann bei der Agentur Tscherne Artists Magdalena Anna Hofmann beim Staatstheater Darmstadt Magdalena Anna Hofmann bei der Deutschen Oper am Rhein Adelina Yefimenko: Interview: Magdalena Anna Hofmann im Gespräch (März 2026)
Einzelnachweise
Kategorie:Sopran Kategorie:Opernsänger Kategorie:Musiker (Österreich) Kategorie:Musiker (Polen) Kategorie:Darstellender Künstler (Polen) Kategorie:Darstellender Künstler (Österreich) Kategorie:Pole Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1976 Kategorie:Frau