Die österreichisch-philippinischen Beziehungen sind das zwischenstaatliche Verhältnis zwischen Österreich und den Philippinen. Schon im 19. Jahrhundert bestanden diplomatische Beziehungen zwischen Österreich-Ungarn und dem damals unter spanischer Kolonialherrschaft stehenden Generalkapitanat der Philippinen. Diplomatische Beziehungen zwischen den beiden heutigen Staaten bestehen seit dem 17. Oktober 1946. Die Beziehungen zwischen der Republik Österreich und der Republik der Philippinen waren stets freundschaftlich. In Österreich existiert eine wachsende philippinische Diaspora.

Geschichte Der Seefahrer Ferdinand Magellan entdeckte 1521 die Philippinen und nahm zunächst die Insel Homonhon für die spanische Krone in Anspruch, die damals der Habsburger Karl als König Carlos I innehatte. Der gesamte Archipel wurde nach Karls ältesten Sohn Philipp, dem späteren König Felipe II von Spanien, benannt. Der philippinische Archipel stand als Generalkapitanat von 1565 bis 1700 unter der Herrschaft der spanischen Habsburger (Casa de Austria).

Ein bedeutendes Element der österreichisch-philippinischen Beziehungen im 19. Jahrhundert ist die Freundschaft zwischen dem österreichischen Beamten Ferdinand Blumentritt und José Rizal, der als philippinischer Nationalheld gilt. Nach Blumentritt wurden in fast allen philippinischen Provinzhauptstädten zahlreiche Straßen, Plätze, Brücken und Haltestellen benannt.

Bereits 1820 hatte Österreich die Idee ein Konsulat auf den Philippinen zu errichten, dies wurde jedoch erst unter Kaiser Franz Joseph I. im Jahr 1871 verwirklicht. Das Honorarkonsulat wurde am 16. September 1871 in Manila gegründet und existierte bis zum US-amerikanischen Kriegseintritt im Jahr 1917. Ein zweites österreichisches Honorarkonsulat auf den Philippinen bestand von 1936 bis zum Anschluss Österreichs 1938. Wenige Monate nachdem die Philippinen ihre Unabhängigkeit von den Vereinigten Staaten erlangt hatten, wurden am 17. Oktober 1946 diplomatische Beziehungen zur Republik Österreich aufgenommen.

Wirtschaftsbeziehungen Im Jahr 2022 betrug das österreichische Exportvolumen für die Philippinen 170 Mio. Euro. Das wichtigste Exportprodukt aus Österreich sind und waren stets Elektronikprodukte. An zweiter Stelle standen Maschinen und mechanische Geräte. Im Jahr 2023 betrug das Importvolumen für Österreich aus den Philippinen 312 Mio. Euro.BMEIA - Außenministerium Österreich: Philippinen. Abgerufen am 19. Juni 2026

Migration

In Österreich lebten 2018 schätzungsweise 30.000 Migranten aus den Philippinen. Die Mehrheit davon lebt in Wien. Zu den bekannten Österreichern mit philippinischer Abstammung gehören der Fußballspieler David Alaba und der Sänger Vincent Bueno.

Diplomatische Standorte Österreich hat seit 1980 eine Botschaft in Manila. Die Philippinen haben seit 1973 eine Botschaft in Wien.

Siehe auch Liste der österreichischen Botschafter auf den Philippinen Außenpolitik Österreichs Österreichisch-Philippinische Gesellschaft

Weblinks

Einzelnachweise